Aachen: Weihnachtsmarkt in Aachen: Mehr Platz zum Bummeln, zum Parken weniger

Aachen : Weihnachtsmarkt in Aachen: Mehr Platz zum Bummeln, zum Parken weniger

Liköre, Essige und Öle in dekorativen Glasflaschen werden sorgfältig aufgereiht. Bunte Ketten aus Schmucksteinen werden dekorativ in kleinen Kistchen arrangiert, lustige Puppen aus Filz und farbige Wollmützen werden aus Kisten hervorgeholt: Wenige Tage vor der Eröffnung des Weihnachtsmarkts werden in und an den Buden rund um Dom und Rathaus die letzten Vorbereitungen getroffen.

Und auch wenn das Aachener Wetter in diesen Tagen ist, wie es ist, zeigt sich Manfred Piana vom Märkte- und Aktionskreis City (MAC) beim Pressetermin am Dienstag guter Dinge. „Wir werden in diesem Jahr das Centre Charlemagne besser in den Markt einbinden als in den Vorjahren“, sagt Piana. Auf dem Katschhof, gleich vor dem Museum, stehen die Buden nun blockartig und offen arrangiert, die Budengasse ist an dieser Stelle verschwunden.

Anders gestaltet ist nun auch der untere Bereich des Katschhofs: „Durch den Glühweinstand hatten wir hier tagsüber immer sehr wenig Publikum, abends hingegen war es zu eng“, sagt Piana. Auch am Markt in Richtung Jakobstraße und am Elisengarten, wo Buden vom Bürgersteig auf die Grasfläche umgezogen sind, sollen durch breitere Gänge die Besucherströme optimiert werden, sagt Piana. Neu, wenn auch auf den ersten Blick weniger spektakulär, ist der überdimensionale Christbaumständer für den großen Weihnachtsbaum auf dem Markt: Nachdem der Baum im vergangenen Jahr durch einen Sturm umgefallen war, wollte man in diesem Jahr auf Nummer sicher gehen — und hat den Baum in einem Windkanal wissenschaftlich auf seine Standfestigkeit testen lassen.

Mehr Leute nutzen Park & Ride

Um optimale Besucherströme ist auch Barbara Kirchbrücher vom städtischen Verkehrsmanagement bemüht — beispielsweise durch das verstärkte Bewerben der Park-and-Ride-Parkplätze Tivoli, Jülicher Straße, West- und Waldfriedhof. Von dort aus können bis zu fünf Personen für fünf Euro in die Stadt. „Im vergangenen Jahr haben 16.000 Besucher das Angebot genutzt“, sagt Kirchbrücher. Im Vergleich zum Vorjahr sei das eine Steigerung um fast 100 Prozent.

Mehr Platz soll es an den Wochenenden auch in den Bussen der Aseag geben, sagt Sprecher Paul Heesel. „Wir werden größere Busse einsetzen. Statt Gelenkbussen sind dann beispielsweise Doppelgelenkbusse unterwegs.“

Stichwort Parkplätze: In der Innenstadt wird der hart umkämpfte Parkraum noch etwas knapper als sonst: Die teilweise Sperrung des Parkhauses Büchel, durch die rund 100 Parkplätze wegfallen, wird auch über Weihnachten noch aufrecht erhalten. Das betrifft auch einige Stellplätze im Rathaus-Parkhaus an der Mostardstraße. Ein Tipp der Apag ist vor allem an den Wochenenden, das Parkhaus am Hauptbahnhof. „Wir werden uns eng mit den Verkehrskadetten absprechen“, sagt Herbert Sliwinski, technischer Geschäftsführer bei der Apag. Die Verkehrskadetten sollen bei Überfüllung der Parkhäuser und Rückstaus auf den Straßen der Innenstadt dafür sorgen, dass Rettungs- und andere Fahrzeuge dennoch problemlos ins Zentrum kommen.

Damit die falschen Leute während des Weihnachtsmarkts draußen bleiben, arbeitet die Stadt mit Hochdruck an den Terror-Pollern, den sogenannten Pilomaten, die an der Jakobstraße eingebaut werden. Bis Freitag soll auch diese Baustelle abgeschlossen sein, erklärt das städtische Presseamt.

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