Aachen: Weihnachtskisten-Aktion: Willkommene Bescherung im Ballsaal

Aachen: Weihnachtskisten-Aktion: Willkommene Bescherung im Ballsaal

Durch die großen Fensterscheiben funkeln die Leuchter im Ballsaal. Vor den Eingangstüren zum Alten Kurhaus wird die Warteschlange immer länger. Leuchtende Augen belohnen an diesem Donnerstag die Mühen der vielen fleißigen Helfer der Aachener Tafel.

Unter dem prachtvollen Kronleuchter rund um den Weihnachtsbaum im Alten Kurhaus stapeln sich die liebevoll gepackten Kisten mit Lebensmitteln und kleinen weihnachtlichen Geschenken.

Nach und nach findet jede einzelne Weihnachtskiste ihren Empfänger. Tafel-Chefin Jutta Schlockermann ist begeistert: „Jede einzelne Spende wird dringend benötigt. Leider geht es auch vor unserer Haustür nicht allen Mitmenschen so gut. Gerade vor Weihnachten ist die Großzügigkeit so vieler spendenfreudiger Aachener ein schönes Zeichen.“

Tafel verteilt übrige Kisten

Rund 2000 Kisten waren tags zuvor im Alten Kurhaus an der Komphausbadstraße abgeliefert worden. Das habe genau gereicht, sagt Jutta Schlockermann. Es seien noch einige Kisten übriggeblieben, die nun von der Aachener Tafel an andere Einrichtungen weitergereicht werden, die damit ihre bedürftigen Schützlinge versorgen. Ausgegeben werden sie an alle Aachener Bürger, die eine gültige Kundenkarte der Aachener Tafel haben und damit ihre Bedürftigkeit gegenüber dem Verein der Aachener Tafel nachgewiesen haben.

Für diese bedürftigen Aachener ist nun schon sechs Tage vor Heiligabend Bescherung — und da gehört natürlich auch ein Weihnachtsbaum dazu. Den hat das Team der Aachener Tafel mitten im Saal unter dem großen Leuchter aufgebaut. Eine Frau bekommt eine liebevoll verzierte Geschenkkiste, aus der ein Weihnachtsteddybär herausschaut. Das sei eine schöne Überraschung für ihre kleine Tochter, meint die Frau strahlend. Andere Paare und ganze Familien holen ihre Kiste ab, freuen sich über eine gute Flasche Rotwein, einen Christstollen, genügend Konserven für das Weihnachtsessen mit der ganzen Familie.

Ausdrücklich hatte die Aachener Tafel auch in diesem Jahr wieder darum gebeten, nur haltbare Lebensmittel in die Weihnachtskisten zu packen. Viele Spender dachten auch an die nötige Dekoration zum Fest der Liebe: Sie packten Kerzen oder weihnachtliche Servietten mit ein. Die Tafel-Mitarbeiter und die vielen ehrenamtlichen Helfer haben alle Hände voll zu tun. Um die Mittagszeit erreicht der Ansturm seinen Höhepunkt. Währenddessen kommen die Tafel-Kunden miteinander ins Gespräch.

Deutliches Signal

Die Spende ihrer Mitbürger stimmt sie froh, ist ein deutliches Signal für ein wohlwollendes Miteinander in der Stadt — und das nicht nur im Advent.

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