Aachen: Weihnachtsaktion der Aachener Tafel: Jetzt werden wieder Kisten gepackt

Aachen : Weihnachtsaktion der Aachener Tafel: Jetzt werden wieder Kisten gepackt

Keine zwei Wochen sind es mehr bis Weihnachten. Und natürlich hat auch die Aachener Tafel längst ihren Wunschzettel geschrieben. 2000 Kisten stehen darauf. 2000 Weihnachtskisten braucht das Team um die Vorsitzende Jutta Schlockermann, um alle Kunden der Tafel, die sich zum Fest eine Weihnachtskiste wünschen, auch tatsächlich versorgen zu können.

„Und es wäre schön, wenn wir auch die Notunterkünfte in Aachen wieder mit Weihnachtskisten versorgen könnten“, sagt Schlockermann. Für manche Tafel-Kunden bedeutet die Weihnachtskiste eine willkommene Ergänzung zum Weihnachtsessen. Für manche sorgt die Weihnachtskiste aber auch dafür, dass zum Fest überhaupt etwas Gutes und Nahrhaftes auf den Tisch kommt.

„Weihnachten ist ja immer gegen Ende des Monats“, sagt Schlockermann, „und da ist bei vielen die Kasse leer. Die Leute leben dann von Spaghetti und billigem Brot.“ Unter den Kunden, die vor dem Fest dringend auf eine Weihnachtskiste warten, sind viele alte Menschen und viele Familien. „Sie haben unser Weihnachtsfest gerettet“, sagen manche, wenn sie ihre Kiste in Empfang nehmen.

4150 Kundenkarten

Jeden Tag gibt die Aachener Tafel in ihren Räumen in der Clermont-straße Lebensmittel an 180 bis 200 Haushalte aus. Rund 4150 Familien und Alleinstehende haben aktuell eine Kundenkarte der Tafel.

Die Tafel-Vorsitzende hofft sehr, dass die Aachener die Aktion Weihnachtskiste auch im 13. Jahr großzügig unterstützen. Zwar ist der zweite Adventssonntag gerade erst vorbei, aber der vierte Advent ist dann auch schon der Heiligabend. Auf den Einkaufszettel für die nächsten Tage sollte man also auch den Inhalt der Weihnachtskisten schreiben.

Nur haltbare Lebensmittel

Eingepackt werden kann alles, was über Weihnachten die Speisekammer füllt. Geeignet sind ausschließlich gut verpackte, ungekühlt haltbare Lebensmittel: Konserven mit Gulasch oder Rouladen, Dauerwurst, Weihnachtsstollen oder Printen, Kaffee, Tee, Nudeln, Gemüse aus der Dose, Klöße aus der Packung, Öl in unzerbrechlichen Flaschen und gerne auch eine Flasche Wein.

Wer eine Weihnachtskiste gepackt hat, kann diese am kommenden Montag, 18. Dezember, 10 bis 18 Uhr, im Ballsaal des Alten Kurhauses, Komphausbadstraße 19, abgeben. Wie in den Vorjahren stehen zahlreiche Helfer bereit, um die Kisten am eigens eingerichteten Halteplatz in Empfang zu nehmen. Rund 250 Ehrenamtler sind an diesem Tag im Einsatz. Manche, wie die Schülerinnen vom Gymnasium St. Ursula, sind seit Jahren dabei.

Ausgegeben werden die Kisten am Dienstag, 19. Dezember, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr. Ein ausgeklügelter Zeitplan mit Farbschema von Gelb bis Lila soll dafür sorgen, dass die ganze Aktion auch in diesem Jahr reibungslos über die Bühne geht.

Mittlerweile sind viele Empfänger der Weihnachtskisten derart hochbetagt, dass sie die Treppen im Alten Kurhaus nicht mehr schaffen. „So schön der Ballsaal auch ist, mit Rollator geht das ganz schlecht“, weiß die Tafel-Chefin. Für gehbehinderte Kunden gibt es deshalb einen speziellen Ausgabetermin in der Clermontstaße. „Zwei Institutionen spenden uns hierfür 60 Kisten“, stellt Jutta Schlockermann zufrieden fest.

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