Eilendorf: Weichen gestellt für Eilendorfer Kita im Neubaugebiet

Eilendorf : Weichen gestellt für Eilendorfer Kita im Neubaugebiet

„Na, geht doch!“ In der Eilendorfer Bezirksvertretung war das Aufatmen deutlich zu vernehmen, das die neueste Verwaltungsvorlage zur lang erhofften Kindertagesstätte im Neubaugebiet Breitbenden hervorrief. Mit ihr wurde nämlich die Weichenstellung für die Errichtung einer sechsgruppigen Kindertagesstätte im Neubaugebiet vorgenommen.

Die Vergabe eines Planungsauftrags an das städtische Gebäudemanagement wurde ebenfalls empfohlen. Wenn alles glatt geht, soll sie nun Mitte oder Ende 2021 eröffnet werden.

Tatsächlich hatte der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule den Mitgliedern der Bezirksvertretung viel zugemutet. Zunächst war der Bedarf für eine weitere Kita in Eilendorf überhaupt in Frage gestellt worden, weil der Betriebskindergarten Karlinis im Gewerbegebiet zum Bestand der Eilendorfer Kitas hinzugerechnet worden war.

Aufreger: Standortwahl

Diese Einrichtung liegt zwar in der Kellershaustraße und damit tatsächlich auf Eilendorfer Gebiet, sie wird aber ausschließlich von Kindern besucht, deren Eltern in einem der fünf beteiligten Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Eilendorf-Süd arbeiten. Und die wohnen bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht in Eilendorf.

Der nächste Aufreger war die Standortwahl. Während die Bezirkspolitiker eindeutig den von Anfang an vorgesehenen Platz im Neubaugebiet Breitbenden favorisierten, wollte die Fachverwaltung einen Standort im Ortskern von Eilendorf haben. Da sich die Grundstückssuche aber schwierig gestaltete, rückte „nun die Option Breitbenden in den Fokus“, so die Verwaltung.

Damit hat sich die Eilendorfer Sichtweise durchgesetzt, die es als sinnvoll ansieht, die dringend benötigten weiteren Kita-Plätze im Neubaugebiet zu realisieren, weil dort einerseits großer Bedarf besteht und andererseits die erforderliche Fläche auch zur Verfügung steht.

Die einzige Hürde, die es noch zu nehmen gilt, liegt im Bebauungsplan. Auf der rund 900 Quadratmeter großen Freifläche kann eine Kita der gewünschten Größe nur in zweigeschossiger Bauweise errichtet werden. Der Bebauungsplan sieht jedoch nur eine eingeschossige Bauweise vor, weil das vor etlichen Jahren zur Zeit der Entstehung des Bebauungsplans Standard war. Es müsste also eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans erfolgen.

Da hat der Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen nach einer ersten Prüfung bereits signalisiert, dass eine solche Befreiung möglich sei. Sowohl die bereits vorhandenen wie auch die geplanten Gebäude im Neubaugebiet sind mindestens zweigeschossig zuzüglich eines Dachgeschosses. Eine zweigeschossige Kita mit Flachdach wäre also in jedem Falle niedriger als die Bebauung in der Umgebung, so dass es nicht zu einer Beeinträchtigung nachbarschaftlicher Belange käme.

Nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure entstehen Planungskosten in Höhe von 200.000 Euro, die bereits für 2018 in entsprechender Höhe auf der Haushaltsstelle zur Verfügung stehen.

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