Aachen: Wegen Wildwuchs: Mehr Barrieren gegen Zockerbüros

Aachen: Wegen Wildwuchs: Mehr Barrieren gegen Zockerbüros

Einem möglichen Wildwuchs von Wettbüros an der Elsassstraße soll nun Einhalt geboten werden. Das will die Verwaltung der Stadt Aachen durch das Aufstellen eines Bebauungsplanes schaffen, der jetzt dem Planungsausschuss vorgelegt wurde.

Den Argwohn der Politiker haben die inzwischen fünf Wettbüros hervorgerufen, die sich in dem von zahlreichen Geschäften genutzten Stück Straße zwischen Adalbert­steinweg und Elsassplatz niedergelassen haben. Stadtplaner befürchten nun eine weitere Ausbreitung „minderwertiger Nutzung”, sie fürchten den an anderen Einzelhandelsplätzen oftmals beobachteten „Trading-down-Effekt”.

Ziel des Bebauungsplanes sei es unter anderem, die bisherige kleinteilige Nutzung in der Straße mit Geschäften, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen zu erhalten und neue „Vergnügungsstätten”, hier insbesondere Wettbüros, künftig zu verhindern.

Für die Mehrheitsfraktionen beanstandete ihr planungspolitischer Sprecher Michael Rau, dass die Verwaltung den Verlauf der Elsassstraße hinter dem gleichnamigen Platz nicht berücksichtigt habe. „Auch hier”, so Rau mit Blick auf das rückwärtige Gebiet, „befindet sich eine Reihe inzwischen alteingesessener Lokale und Geschäfte”.

Auch sie könnten womöglich einem Verdrängungswettbewerb zum Opfer fallen. Um das zu verhindern, solle der Planbeschluss bis hinter den Elsassplatz ausgedehnt werden.

Daraufhin machte die Verwaltung den Vorschlag, den bereits für den angrenzenden Bereich Düppelstraße geltenden Bebauungsplan zu ändern und hier die entsprechenden Bestimmungen einzuarbeiten.

Das leuchtete ein und wurde einstimmig abgesegnet. Die Vorsicht wird nötig, weil des staatliche Wettmonopol von der EU gekippt wurde.