Wege im Aachener Stadtgarten werden erneuert

Sanierung im Naherholungsgebiet : Frischzellenkur für die Wege im Stadtpark

Zumindest in politischer Hinsicht scheinen die letzten Stolpersteine auf den Pfaden durch Aachens zentrales Naherholungsgebiet beiseitegeräumt. Eine runde Million Euro will die Stadt in die umfassende Sanierung der Wege im Stadtpark investieren – wobei lediglich 20 Prozent der Gesamtkosten aus der kommunalen Kasse fließen müssen. Der Löwenanteil kann durch Zuschüsse im Rahmen der Städtebauförderung finanziert werden.

Im Ratsausschuss für Umwelt und Klimaschutz wurde das Konzept jetzt einmütig beschlossen. Zum Jahresende hin soll das Projekt realisiert werden.

Vor allem die größeren Fußverbindungen durchs Grün zwischen Monheimsallee und Passstraße weisen seit langem massive Risse und Unebenheiten auf, die vielfach durch Ausspülungen verursacht sind. Daher umfasst das Maßnahmenpaket auch die Erneuerung des Entwässerungssystems. Denn zahlreiche Wege sind, anders als die Hauptrouten, nicht asphaltiert, was erhebliche Bodenerosionen zur Folge hat.

Deshalb sollen auch die übrigen Abschnitte bis zur Kastanienallee an der Passstraße entsprechend befestigt werden. Um die ursprüngliche, naturnahe Anmutung zu wahren, wird auf den asphaltierten Oberflächen ein Belag mit breitkörniger Struktur aufgebracht, erläuterte Dr. Christoph Ruckert vom städtischen Fachbereich Umwelt im Ausschuss. Erdarbeiten in sensiblen Wurzelbereichen der umstehenden Bäume sollen per Hand vorgenommen werden. An einigen Stellen werden die Wege schmaler oder in kleineren Bögen angelegt.

Im Zuge der Erneuerung der Kanäle, die teils eingebrochen oder von Wurzelwerk durchsetzt sind, soll zudem ein Kabel verlegt werden, um in absehbarer Zeit eine Beleuchtung der Hauptverbindung in Richtung Passstraße zu ermöglichen. Ferner werden in Abstimmung mit der Kommission Barrierefreies Bauen tastbare Rillen in die neuen Beläge eingefräst, damit Sehbehinderte sich besser orientieren können.

Auch sogenannte Aufmerksamkeitsfelder an größeren Abzweigungen können auf diese Weise normgerecht hergestellt werden, erklärte Ruckert. Damit könne auf den kostspieligen und sehr aufwendigen Einbau spezieller Rillenplatten verzichtet und den Belangen Behinderter dennoch im gewünschten Maße Rechnung getragen werden.

Überdies soll die Aktion längerfristig mit erheblichen Kostenreduzierungen bei der Wartung des Wegesystems einhergehen. Die eingesparten Mittel werden für weitere Pflegemaßnahmen im Park reserviert. Mittelfristig ist unter anderem vorgesehen, den Konzertplatz neben dem Neuen Kurhaus teilweise wieder herzurichten sowie den Rosengarten am ehemaligen Gartenhaus und das Lindenrondell hinter den Carolus Thermen zu verschönern.

Eine Ausschreibung des Erneuerungsprojekts ist für Oktober geplant. Zum Jahreswechsel soll der Startschuss für die Umsetzung erfolgen.

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