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Seniorenclub: Wege aus der Einsamkeit im Herbst des Lebens

Seniorenclub : Wege aus der Einsamkeit im Herbst des Lebens

Seit über 40 Jahren gibt es den Seniorenclub des Deutschen Roten Kreuzes in Aachen. Seit 1995 ist Sylvia Barth die Leiterin des Clubs und freut sich über jeden Besucher.

Wer alle 14 Tage mit Bekannten zusammenkommen will, wer Spaß an Ausflügen, Vorträgen und Lesungen, Bastelnachmittagen und Sport für Ältere hat, wird sich in der Zentrale des Stadtverbandes des DRK, Robensstraße 49 wohlfühlen. Sylvia Barth arbeitet ehrenamtlich. Sie und ihr Team führen neue Interessenten behutsam in die bestehende Gruppe ein. „Sie würden sich wundern, wie viele Freundschaften hier geschlossen werden,“ sagt Barth.

Angst vor Enkeltrick

Eine ältere Dame erzählt, dass der Enkeltrick wieder häufig in Aachen angewandt werde. Fremde Menschen gäben sich als Enkel aus und täten furchtbar enttäuscht, wenn sie abgewiesen würden. Mit allen Mitteln versuchten sie die Wohnungen der Senioren zu betreten. An der Tür energisch abwimmeln und keine Sekunde diskutieren sei der einzige Weg, die Betrüger loszuwerden. Inzwischen ist ein Grüppchen dabei, die Stühle für die Hockergymnastik richtig hinzustellen.

Ein vierköpfiges Team plant zur Zeit die Treffen des nächsten Jahres. Neben den ab März stattfindenden monatlichen Busausflügen gehören die Nachmittage des Bingospiels zu den beliebtesten Events. Auch der Sport mit eigenen Übungsleitern wird gerne angenommen.

Was sich in den Jahren am meisten geändert hat? Sylvia Barth antwortet schnell: „Vor 20 Jahren fühlten sie sich alt, wenn sie das erste Mal zu uns kamen. Heute fühlen sich die Menschen viel länger jung, und das Einstiegsalter hier liegt so bei 70 Jahren. Und die Leute bleiben auch im hohen Alter oft noch fit“.

Aus der ganzen Stadt

Die Clubmitglieder kommen aus dem ganzen Stadtgebiet. Finanziert wird der Club durch Gelder der Stadt. Personal- und Sachleistungen gibt es vom Deutschen Roten Kreuz und die Clubmitglieder steuern je Nachmittag 2,50 Euro zur Bewirtung bei. Alle vierzehn Tage montags ab 14 Uhr versammeln sich die Mitglieder zu den Treffen in der Robensstraße.

Inzwischen sind auch die Helfer des Clubs betagt und wünschen sich Unterstützung durch weitere Freiwillige. Die werden bei Bedarf von der DRK Mitarbeiterin Petra Püttmann begleitet. Für mögliche Helfer und für neue Clubmitglieder ist der Einstieg in die neue und begegnungsreiche Freizeitgestaltung denkbar einfach. Unter Tel. 02408/8802 gibt Sylvia Barth Auskunft, um sich zum nächsten Clubtreffen zu verabreden.

(dsp)