Aachen: Wasserrohrbruch: Keller in leerstehendem Haus vollgelaufen

Aachen : Wasserrohrbruch: Keller in leerstehendem Haus vollgelaufen

Da staunten die Nachbarn am Donnerstagmorgen nicht schlecht: Aus der Eingangstüre eines Hauses am Richtericher „Landgraben“ lief unaufhaltsam Wasser heraus, ein entsprechendes Rohr im Inneren schien seinen Geist aufgegeben zu haben. Das Problem: Das Gebäude ist seit Jahren unbewohnt, so dass sich niemand um den Schaden kümmerte.

Die Nachbarschaft rief die Polizei, die kurz nach 10 Uhr gemeinsam mit der Feuerwehr zur Tat schritt und die Haustüre aufbrach. In Strömen ergoss sich das Wasser über die Treppe nach draußen. Die freiwillige Feuerwehr Richterich war angerückt, die Wache Nord unterstützte den Einsatz in Rich­terich. Mit vier Tauchpumpen bekämpften die Wehrleute die Wasserflut, die den gesamten Keller des Hauses bis zur Decke gefüllt hatte.

Die Pumpen sind äußerst leistungsfähig und befördern pro Minute bis zu 2000 Liter von einem Ort an den anderen. Trotzdem dauerte es bis etwa 14 Uhr, wie Lageleiter Lothar Albrecht bestätigte, bis der Boden des Kellers wieder frei wurde.

Doch auch am Nachmittag arbeitete die Stawag noch an dem Hausanschluss, immer noch floss das Wasser aus der Leitung im Keller und wurde über einen Schlauch durch die Haustüre nach draußen in den Straßengulli geleitet.

Haus steht leer

Die Sprecherin der Stawag, Eva Wußing, bestätigte auf Nachfrage, dass auch nach Stunden die Ursache des Lecks noch nicht eindeutig gefunden war. Man habe weiträumig die Umgebung „abgeschiebert“, aber noch nicht die eigentliche Ursache für den Wasserfluss finden können. Das gebe es leider in einigen Fällen, es sei manches Mal nicht einfach damit getan, eine Leitung abzuriegeln, und dann sei alles gut. Das Haus dort im Landgraben soll nach Auskunft der Nachbarschaft seit etwa zwölf Jahren unbewohnt sein, der Eigentümer lebt in Krefeld.

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