Aachen: Warnstreik: Montag bleiben viele Kitas geschlossen

Aachen : Warnstreik: Montag bleiben viele Kitas geschlossen

Statt in den Aachener Kindertagesstätten werden zahlreiche Erzieherinnen am Montagmorgen am Kugelbrunnen in der Aachener Innenstadt zusammenkommen. Denn die Gewerkschaft Verdi hat zum Warnstreik aufgerufen. Viele Aachener Kitas werden deshalb geschlossen bleiben.

Folglich wird es am Montag, 23. März, zu Engpässen im Sozial- und Erziehungsdienst kommen, „von dem auch städtische Tageseinrichtungen für Kinder betroffen sind“, wie Fachbereichsleiter vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule, Heinrich Brötz, am Donnerstag bestätigte. Eine entsprechende Information für die Eltern ist am Donnerstag in den Kindertagesstätten beziehungsweise im Bereich der Offenen Ganztagsschule an den Aachener Grundschulen verteilt worden.

„Der Fachbereich Jugend hat derzeit keine Kenntnis davon, ob und welche Einrichtungen sich an den Warnstreiks beteiligen werden“, heißt es in der Mitteilung. Deshalb werden die Eltern dringend gebeten, „sich auf die Situation einzustellen und vorsorglich anderweitige Betreuungsmöglichkeiten zu suchen respektive einzuplanen“. Denn solange es sich um Warnstreiks handele, könnten seitens der Stadt keine Notvereinbarungen abgeschlossen werden.

Gewerkschaftssekretär Viktor Petje rechnet damit, dass am Montagmorgen um 10 Uhr rund 800 bis 1000 Erzieherinnen, Sozialarbeiter und weiteres pädagogisches Personal am Kugelbrunnen auf dem Willy-Brand-Platz zusammenkommen werden. „Von dort aus ziehen wir dann in einer Demonstration zum Aachener Rathaus, wo es gegen 12 Uhr zu einer Abschlusskundgebung kommen wird“, kündigte Petje am Donnerstag gegenüber den „Nachrichten“ an.

In der Stadt Aachen seien rund 600 Beschäftigte vom Warnstreikaufruf betroffen. Petje rechnet aber damit, dass sich auch aus der Städteregion weitere Beschäftigte an der Demonstration beteiligen werden. Mit dem Warnstreik möchte Verdi der Forderung nach einer Anpassung der Tätigkeitsbewertungen für Erzieherinnen und Kitaleitungen Nachdruck verleihen.

Heinrich Brötz kündigte derweil an, dass die Stadt bestrebt sei, „bei weiteren Streikmaßnahmen, die nach Ablauf der Friedenspflicht erfolgen, Vereinbarungen über dann vorzunehmende Notdienste zu treffen“.

(hr)
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