Aachen: „Von Menschen und Maschinen“: Theater Aachen und RWTH laden ein

Aachen : „Von Menschen und Maschinen“: Theater Aachen und RWTH laden ein

Roboter und künstliche Intelligenz, aber auch gerade ethische Fragen stehen bei der Reihe „Von Menschen und Maschinen“ auf dem Programm, die das Theater Aachen jetzt in Kooperation mit der RWTH anbietet. „Wissenschaft und Theater passen gut zusammen“, sagt RWTH-Pressesprecher Thorsten Karbach. Denn nicht selten liefere die Wissenschaft den Stoff, aus dem Theater gemacht werde.

Und Inge Zeppenfeld, Dramaturgin am Theater Aachen, ist davon überzeugt, dass es wichtig ist, die Digitalisierung verstärkt in den Blick zu nehmen, da sie den Arbeitsmarkt in den kommenden 20 Jahren grundlegend verändern werde.

Start der Veranstaltungsreihe ist Donnerstag, 26. Oktober, um 20 Uhr im Mörgens an der Mörgens­straße 24. Felix Sommer, Theater Aachen, wird den Auftakt machen. „Das, was lange Zeit Science Fiction war, ist heute längst Realität“, sagt er. An diesem Abend soll der humanoide Roboter Pepper, der an der RWTH unter der Leitung von Prof. Sabina Jeschke entwickelt wurde, zeigen, was er kann.

„Und wer ihm zum ersten Mal begegnet, wird verblüfft sein“, ist Karbach überzeugt. Unmittelbar an die Bekanntschaft mit Pepper schließt sich die Frage nach der Stellung künstlicher Intelligenzen an. Wann werden Roboter zur juristischen Person? Haben wir Grund, uns vor ihnen zu fürchten? Gerade solche Fragen sollen behandelt werden, denn die Ethik bekommt eine immer größere Bedeutung im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz, sind alle gleichermaßen überzeugt.

So wird die RWTH laut Karbach in einem interdisziplinären Zentrum fünf Professuren einrichten, die sich mit der Auswirkung der Technik auf den Menschen und ethischen Fragen befassen. Und auch die neue Veranstaltungsreihe will diese Themen in den Blick nehmen. Denn operierende oder rasenmähende Roboter, selbstfahrende Autos oder Drohnen, die Pakete liefern, sind schon lange keine verrückten Träume mehr.

Immer mehr Dinge rücken in den Bereich des Möglichen, die Veranstalter wollen die Konsequenzen für den Menschen im Auge behalten. In einer lockeren Mischung aus wissenschaftlichem Gedankenspiel, Science-Fiction-Performance und speziell produzierter Zukunftsmusik laden sie die Gäste ein, sich Gedanken zu machen.

Für die Reihe „Von Menschen und Maschinen“ sind vier Termine geplant. Neben dem Auftakt im Oktober soll es am 7. Dezember, 25. Januar und 15. Februar jeweils um 20 Uhr weitere Veranstaltungen geben. Derzeit arbeiten die Organisatoren am inhaltlichen Konzept, in das die Erfahrungen des ersten Abends einfließen sollen.

Die Studenten jedenfalls bekommen die Möglichkeit, neben der Uni ein ansprechendes kulturelles Angebot im Mörgens wahrzunehmen. Auch allen anderen Interessenten eröffnet sich die Chance, einen Einblick in wissenschaftlich-ethische Fragen zu bekommen. Der Eintritt kostet jeweils sechs Euro. Karten gibt es an der Theater- oder Abendkasse.

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