Aachen: Von A bis Z: Das war der CHIO 2018

Aachen : Von A bis Z: Das war der CHIO 2018

Und wieder ist das Weltfest des Pferdesports Vergangenheit. Am Sonntag ist der CHIO 2018 mit dem Sieg von Marcus Ehning auf Pret A Tout im Großen Preis von Aachen zu Ende gegangen. Abseits des Sports aber hat das Turnier wieder viele schöne Bilder aus der Soers und ungewöhnliche Perspektiven auf das Geschehen in und neben den Stadien geliefert. Wir haben einige aus den vergangenen zehn Tagen für Sie ausgewählt.

Der CHIO 2018 ist Geschichte. Zehn Tage Reitsport der Extraklasse, zehn Tage Remmidemmi rund um die Soers sind vorbei. Dies ist uns dabei aufgefallen:

A wie Auftakt: Den gab es auch beim CHIO 2018 wieder gleich mehrfach. Die Voltigierer machten den Anfang — ausgerechnet am Freitag, den 13. Es ist aber alles gutgegangen. Für die Öcher hat d‘r Tschio zwei Tage später wie immer am Soerser Sonntag begonnen. Und die Eröffnungsfeier gab es noch mal zwei Tage später am vergangenen Dienstag.

B wie Bäume: Gibt es auf dem Turniergelände 340 Stück — davon sind 129 Linden, 79 Birken und 132 andere.

C wie China: So hieß das Partnerland des CHIO 2018. Erst zum zweiten Mal nach Brasilien im Jahr 2012 war damit ein nichteuropäisches Land als Partner zu Gast in der Soers.

D wie „der“ CHIO: Der Artikel des Turniers wird gerne falsch verwendet. Richtig ist: der CHIO, nicht das CHIO. Denn die Abkürzung steht für Concours Hippique International Officiel. Das ist Französisch und im Französischen ist der Concours nun mal männlich. Die Öcher machen es sich einfacher, für sie heißt es „d‘r Tschio“.

E wie edel: So geht es im Champions‘ Circle zu. Der Caterer „Do&Co“ aus Wien beschäftigt dort 21 Abwäscher, 50 Köche, 20 Patissiers und 161 Servicekräfte, damit es den Reichen und Berühmten an nichts fehlt.

F wie Flaggen: Wer genau mitgezählt hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass bei der Eröffnungsfeier genau 25 Ponys mit 25 Flaggen der teilnehmenden Länder eingeritten sind. Dabei haben doch 28 Nationen an diesem CHIO teilgenommen. Es fehlten die Flaggen von Polen, Russland und Südafrika, weil diese Länder nur an den Voltigierwettbewerben teilgenommen haben und bereits abgereist waren.

G wie Glamour: Dafür sind in der Regel die Promis zuständig. In diesem Jahr beehrten Berühmtheiten wie Uschi Glas, Heino Ferch, Lilly Becker, Thomas Müller mit Gattin Lisa oder auch Prinzessin Benedikte von Dänemark das Turnier mit ihrer Anwesenheit.

H wie Hafer: 18 000 Kilogramm Hafer sind nach Auskunft des ALRV während des Turniers von den Pferden verfuttert worden.

I wie international: So ist der CHIO nun mal aufgestellt. Im Pressezentrum hängen deshalb beispielsweise gleich sechs Uhren, die die Uhrzeiten aus Aachen, Calgary, Dubai, London, New York und Sydney anzeigen. Wahrscheinlich, um zu zeigen, dass irgendwo bestimmt gerade Feierabend ist.

J wie jung: Der jüngste Teilnehmer war eine Teilnehmerin: Mirja Krone startete mit der Mannschaft Fredenbeck I im Voltigieren. Sie wurde am 29. Dezember 2008 geboren und ist damit neun Jahre alt.

K wie Kind und Kegel: Damit ziehen die Öcher gerne zum Kutschenmarathon über die Soerser Wiesen zwischen Soerser, Purweider, Strüver- und Sonnenweg. Seit den Weltreiterspielen 2006 findet der traditionell kostenlose Wettbewerb nicht mehr im Aachener Wald, sondern in der Soers statt. Auch wenn viele CHIO-Stammbesucher das Spektakel im Öcher Bösch immer noch vermissen, gilt die Strecke in der Soers inzwischen als etabliert. Am Samstag zählte der ALRV dort wieder mehr als 35.000 Zuschauer.

L wie Langeweile: Kam beim CHIO in diesem Jahr kaum auf. Insgesamt 56 Prüfungen wurden während des zehntägigen Turniers ausgeritten oder gefahren.

M wie Medienzentrum: Dort absolvierten unsere Moderatoren Laura Weinberger und Thomas Vogel einen wahren Interviewmarathon. Mehr als 100 Gesprächspartner gaben sich dort das Mikrofon quasi in die Hand. Und im Stadion arbeitete unser Stadioninterviewer Robert Esser ein gleichfalls hohes Pensum ab.

N wie Nationenpreis: Der Wettbewerb der Springreiter lieferte nicht nur den dritten Sieg der deutschen Equipe in Folge, sondern auch wieder wunderschöne Bilder eines wolkenlosen Himmels über der abendlichen Soers. Ins rechte Licht gesetzt wurden die Reiter dabei von insgesamt 299 Scheinwerfern an vier Flutlichtmasten, die 45 bis 49 Meter hoch sind, und eine Helligkeit von rund 1100 Lux erreichen.

O wie Oldie: Der Oldie unter den Teilnehmern war Vielseitigkeitsreiter Mark Todd aus Neuseeland. Er wurde am 1. März 1956 — also vor 62 Jahren — geboren.

P wie Parkplätze: Parkflächen rund um die Soers gab es wieder reichlich und beinahe in jeder Preisklasse. Für Ärger sorgten die Plätze an der Hubert-Wienen-Straße, weil die Apag dort für die dreistündige Veranstaltung Pferd & Sinfonie bis zu 30 Euro verlangte. Ein Fehler, wie man einräumte. Richtig wären 15 Euro gewesen. Ein Schnäppchen.

Q wie Quadratmeter: 300.000 Quadratmeter ist das Turniergelände in der Soers groß. Oder besser: klein. Denn der ALRV hat bereits ein Auge auf die Fläche des Polizeipräsidiums geworfen. Dort könnte ein zweiter Springplatz für den ALRV und eventuell eine Halle für den benachbarten PTSV entstehen.

R wie Rösser: 1009 waren in der Soers im Einsatz. 609 Sportpferde und 400 für das Showprogramm.

S wie Sonne: Die gab es reichlich. Rund 125 Sonnenstunden wurden seit Turnierbeginn am Freitag, 13. Juli, in Aachen gezählt.

T wie Tollität: Der Soerser Sonntag hat sich zum festen Termin im Aachener Karneval entwickelt. Auch diesmal stellte der künftige Narrenherrscher Tom I. (Müller) im Medienzentrum unserer Zeitung seinen Hofstaat erstmals einer größeren Öffentlichkeit vor.

U wie ungewöhnlich: Ungewöhnlich war der Anblick, der sich den Zuschauern am Donnerstag im Dressurstadion bot. Dort hatte sich nämlich ein Hase ins Viereck verirrt, was für ein Raunen bei den Zuschauern sorgte.

V wie Voltigierseitigkeit: Seit 2007 hat der CHIO vünf — Verzeihung, fünf — Disziplinen. Und zwei davon beginnen mit „V“: Voltigieren und Vielseitigkeit.

W wie Wok: Gerichte aus dem Wok sind der Renner beim CHIO. In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich 4300 Portionen davon während des Turniers verkauft.

X wie XIX: Das ist die römische Zahl für 19. Und dies ist der Namenszusatz des Pferdes Lucky XIX, welches als viertes Pferd im Gespann des Schweizers Martin Wagner in der Dressurprüfung für Vierspänner gefahren ist und somit dafür gesorgt hat, dass auch der Buchstabe „X“ einen Eintrag bekommt.

Y wie Youngsters Cup: Als Youngsters werden beim CHIO übrigens die Pferde — nicht deren Reiter oder Reiterinnen — bezeichnet. Den Youngsters Cup gewann am Samstagabend Lorenzo de Luca auf Evita van‘t Zoggehof. Das Pferd erblickte 2010 das Licht der Welt, sein Reiter 1987.

Z wie Zweitausendneunzehn: Im kommenden Jahr — also 2019 — findet der CHIO vom 12. bis 21. Juli statt.

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