Aachen: Vom Schonraum geht‘s ab in den Straßenverkehr

Aachen: Vom Schonraum geht‘s ab in den Straßenverkehr

Die Verkehrswacht Aachen bietet in Zusammenarbeit mit der Polizei seit 2008 ein Radfahrsicherheitstraining an. Das kostenlose Training findet auch dieses Jahr im Rahmen der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“ statt. „Wir wollen die Radfahrer sensibilisieren und zeigen, wo sich die Knackpunkte im Straßenverkehr befinden“, erklärt Norbert Karl, Verkehrssicherheitsberater der Polizei Aachen, die Gründe für das Training.

Der Kurs soll den Teilnehmern dabei helfen, sich beim Radeln sicherer zu fühlen. Denn oft gibt es Probleme mit den Verkehrsregeln. Und auch das richtige Abbiegen ist nicht so einfach. „Gerade ältere Menschen versuchen sich mit dem Rad fit zu halten“, berichtet Stephanie Küpper, Leiterin des Projekts „FahrRad in Aachen“ und tätig im städtischen Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. „Jedoch haben Fahrradfahrer keine Knautschzone und es ist daher wichtig, sich auf dem Rad wohl und sicher zu fühlen“, so Küpper.

Gerade weil sich im letzten Jahr einige Neuerungen in der Aachener Radinfrastruktur getan haben, soll das Training helfen, mit den neuen Abstellflächen, Parkbuchten sowie den Schutzstreifen umgehen zu können.

Das Sicherheitstraining ist in drei Teile unterteilt: Zunächst gibt es einen theoretischen Teil, der etwa eine dreiviertel Stunde dauert und von Stephanie Küpper und Willi Grümmer, Verkehrswacht Aachen, präsentiert wird. Als nächstes folgen dann zwei praktische Teile mit Norbert Karl. Als erstes dürfen die Teilnehmer ungefähr eine Stunde im sogenannten „Schonraum“, also auf dem Gelände der Verkehrswacht, ihre Räder auf die Verkehrssicherheit überprüfen lassen. Außerdem können einige Runden im Schonraum gedreht werden. Letztlich werden die Teilnehmer während des praktischen Teils eine knapp 30-minütige Tour durch Aachen drehen.

Den Helm mitbringen

Beginnend an der Verkehrswacht werden die Radler unter anderem an der Mozartstraße entlang fahren, die Kreuzung Boxgraben überqueren, über die Franzstraße radeln, bis sie schließlich wieder an der Verkehrswacht auskommen. Dabei wird ihnen Karl die Neuerungen in Sachen Radinfrastruktur näher bringen und außerdem Sicherheitstipps geben. Die Teilnehmerzahl für ein Training ist auf zehn Personen begrenzt, deshalb wird um vorherige Anmeldung gebeten. Da es sich um ein Sicherheitstraining handelt, besteht eine Helmpflicht.

Ein eigenes Fahrrad sollte mitgebracht werden, jedoch können in Notfällen auch Fahrräder ausgeliehen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit Elektrofahrräder, sogenannte Pedelecs, auf dem Gelände der Verkehrswacht auszuprobieren. „Immerhin sind diese elektrischen Räder samt ihrem Akku knapp 35 Kilogramm schwer. Daher ist es sicherer, wenn Interessierte auf unserem Gelände üben, anstatt mitten im Straßenverkehr umzukippen, weil sie das Gewicht unterschätzen“, meint Willi Grümmer.

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