Aachen: Volleyball-Playoff: Teammanager Dirk Heinhuis ist optimistisch

Aachen: Volleyball-Playoff: Teammanager Dirk Heinhuis ist optimistisch

Eigentlich ist der Samstag einer der ruhigsten Tage im Volleyballleben von Dirk Heinhuis. Der 46-Jährige ist Teammanager der Ladies in Black. Die Top-Spielerinnen vom PTSV Aachen stehen Samstagabend ab 19 Uhr im zweiten Halbfinal-Playoff um die Deutsche Meisterschaft.

Und sie müssen unbedingt gewinnen, um ein drittes Spiel zu erzwingen, weil sie die erste Halbfinalpartie beim Dresdner SC 1:3 verloren haben.

Sitzt am Samstagabend im Techniraum, damit die Ladies gewinnen: Teammanager Dirk Heinhuis.

Auch am samstag wird der Mannschaftsverantwortliche wieder zwei Stunden vor Beginn in der Halle an der Neuköllner Straße sein. Er schaut dann in sämtliche Bereiche hinein, drückt zahlreiche Hände, führt hier und da einen Plausch und trinkt immer einen Kaffee.

Um 18 Uhr geht er dann zum Tisch des Trainerteams und verfolgt das Einspielen der Ladies. Mit einem „Lächeln für die Mädels“ sorgt er für „gute Motivation“ und „eine Viertelstunde vor Spielbeginn mache ich mich vom Acker“.

An diesem Samstag muss er aber auch den eigens für den Abend eingesetzten „Zeremonienmeister“ im Blick behalten. Der hat sich um die Medaillen und Blumensträuße gekümmert, alles muss bereit liegen. Denn sollten wider Erwarten die Gastgeberinnen das Feld am Ende als Verlierer verlassen müssen, würden sie im Anschluss an die Partie als drittbestes Team im deutschen Frauenvolleyball gekürt. Hubert Martens, Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, und Rüdiger Hein, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Volleyball-Liga, würden die Ehrungen vornehmen.

Doch davon will Dirk Heinhuis nichts wissen: „Ich gehe davon aus, dass ich am Dienstagmorgen die Reise nach Dresden antrete.“ Der waschechte Öcher ist überzeugt davon, dass die Ladies am Mittwochabend dort das entscheidende Spiel um den Einzug ins Finale bestreiten.

Aberglauben

Die Mädels seien allesamt gut drauf und hätten konzentriert trainiert. „Es wird viel davon abhängen, wie die ersten zehn Minuten laufen. Da muss von den Zuschauerrängen ein Gegenwind kommen, dass Dresden ein leichtes Zittern in den Fingern bekommt“, hofft der Teammanager auf die gewohnt große Unterstützung von den Rängen. Seiner Meinung nach haben die Fans maßgeblich ihren Teil zu dem sportlichen Erfolg beigetragen. Heinhuis verhehlt nicht, dass auch er „alle Register zieht“. Dabei handelt es ich um einen Aberglauben.

Einen festen Sitzplatz, von dem er sich die Spiele anschaut, hat er nicht. „Mal habe ich im VIP-Bereich gesessen, mal neben dem Statistiker.“ Dort nimmt er aber nur so lange Platz, bis die „Ladies“ eine Partie verlieren. So wird er am Samstag nach der offiziellen Einspielzeit im sogenannten „Aquarium“ unter der Tribüne verschwinden. Dort residiert auch der Hallen-Hausmeister Manfred Schaaf.

„Seitdem ich mir mit Manni die Spiele aus dem Technikraum anschaue, ist noch keins verloren gegangen.“ Das sei derzeit der „Running Gag“ — und ein gutes Omen für Samstagabend.

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