Aachen: Viktoriaschule: Kreativität und waghalsige Showeinlagen

Aachen : Viktoriaschule: Kreativität und waghalsige Showeinlagen

Wenn sogar das Studieren der Theologielektüre in einer akrobatischen Nummer endet, dann hat der Circus Configurani der Viktoriaschule wieder einmal gezeigt, dass die Mischung aus Kreativität und waghalsigen Show­einlagen eine Garantie für eine proppenvolle Aula ist.

Unter der Leitung von Krenne Aymans haben die Oberstufenschüler das Stück „Warum Gehen?“ einstudiert. „Ich lasse den Jugendlichen immer freie Hand. Sie entwickeln eine Idee und überlegen sich, wie sie diese am besten in die Tat umsetzen können. Momentan stehen viele der Teilnehmer vor einem neuen Lebensabschnitt. Das Abitur haben sie gerade bestanden und nun stehen Veränderungen an“, sagt Aymans. ‚Warum Gehen‘ setze sich mit dem WG-Leben auseinander und mit allem, was dazu gehört: Partys, Randale und neue Mitbewohner.

Auf der Bühne der Aula wechseln sich Dialoge und typische Zirkuseinlagen ab. Jonglage, akrobatische Nummern, große Hula-Hoop-Choreografien und Seillaufen sind nur ein paar Beispiele.

Doch während der Clown das Publikum in einem Moment noch zum Lachen bringt, stockt manch einem im nächsten Moment der Atem. In Seilen, die von der Decke hängen, zeigen Marie, Hannah und Anna eine waghalsige Performance. Mal wickeln sie sich in die Tücher ein und verharren in akrobatischen Figuren, dann fallen sie plötzlich aus ihrer Figur heraus und schaffen es nur ein paar Zentimeter oberhalb des Bodens zum Stehen zu kommen. Das sorgt für lauten Applaus.

Zeit zum Durchatmen bleibt kaum, denn auch die nächste Szene hat es in sich. Auf einer „Rola Bola“ — einem Balancegerät, das aus einem Brett und einem zylinderförmigen Rohr besteht, stellt Antonia ihre Geschicklichkeit und ihr Gleichgewicht unter Beweis. Krenne Aymans beobachtet die Premierenvorstellung im Publikum. In seinem Blick schwingt ein wenig Stolz mit. Zurecht, denn das, was die Oberstufenschüler zeigen, ist ohne jede Frage zirkusreif.

Da wundert es auch nicht, dass der Andrang in der begehrten und wohl bekanntesten Zirkus-AG weithin seit Jahren ungebrochen ist. 163 Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse lernen Woche für Woche das Schwingen am Trapez oder Jonglieren, um sich dann auf der Bühne einen Abend lang wie in einem richtigen Zirkus zu fühlen.

(svp)
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