Aachen: Vier neue Bäume und drei Parkplätze weniger auf der Südstraße

Aachen : Vier neue Bäume und drei Parkplätze weniger auf der Südstraße

An der Südstraße wird aufgeforstet. Vier zusätzliche Bäume will die Verwaltung dort pflanzen. Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nahm das am Mittwochabend größtenteils zustimmend zur Kenntnis, ablehnend tat es nur die FDP.

Bislang wachsen 15 Bäume an der Straße. In den 1990er Jahren waren sie in einem Abstand von 30 bis 40 Metern platziert worden. Nur im mittleren Bereich klafft eine größere Lücke, dort sind es bisweilen 80 Meter von Baum zu Baum. Nun ergibt sich eine günstige Gelegenheit, die Baum-Intervalle gleichmäßiger zu gestalten: Die Stawag erneuert gerade den Kanal in der Südstraße, der erste Abschnitt zwischen Boxgraben und Beethovenstraße ist fast fertig, im April kommt der zweite Teil weiter bis zur Reumontstraße dran,

Und weil nach der Buddelei alles wieder fein hergerichtet werden muss, können die jungen Bäumchen in einem Aufwasch gleich mit in die schon aufgewühlte Erde gesteckt werden. Und das Geld dafür nimmt die Stadt aus dem Topf der Ausgleichszahlungen. Der wird gemäß Baumschutzsatzung befüllt, wenn Bäume gefällt wurden und nicht ersetzt werden können. Offenbar passt also alles.

Aber einem passt es nicht: FDP-Bezirksvertreter Joachim Moselage schmerzt der Wegfall von Parkplätzen, die den neuen Bäumen weichen müssen. Kleine Gewerbebetriebe in der Südstraße litten schon genug unter der Buddelei, meint Moselage, nun dürften ihnen nicht noch Parkplätze genommen werden.

72 davon gibt es derzeit in der Südstraße, drei weniger sollen es nach der Umgestaltung sein. Die beschränkt sich nicht nur auf vier neue Bäume, im Zuge der Kanalbaumaßnahme soll die Südstraße etwas aufgebrezelt werden. Eine neue Querungsstelle gegenüber der Einmündung der Beethoven­straße in Form einer barrierefreien Absenkung schlägt ebenso auf die Parkplatzbilanz durch.

Allerdings werde auch wieder etwas Parkraum gewonnen, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage, weil die Fahrradparkstände umsortiert werden. Mit dem Versetzen der Bügel bleibe auch der „bislang oftmals zugeparkte Bereich der Zufahrt zur Kita, Schule und Werkkunsthofgrundstück sicherer und unbeparkt“.

Andererseits müssten bei den schon in der Südstraße wohnenden Bäumen die Baumscheiben vergrößert werden, was dann wieder die „Längsparkstände“ verkürzt. Aber Bäume müssten halt sein, erklärt die Verwaltung, weil die Südstraße Teil des „Premiumwegs Nr. 6“ sei, der das Zentrum mit den „stärker grünversorgten Außenbereichen“ verbinde.

Und so begrüßten die Bezirksvertreter mehrheitlich die vier neuen Bäumchen, nur Moselage blieb bei seiner Ablehnung.

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