Aachen: Viel zu tun beim Kartenverkauf

Aachen: Viel zu tun beim Kartenverkauf

So alt ist der neue Tivoli noch gar nicht. Doch er hat schon einiges erlebt: Etwa die denkwürdige Premierenpleite der Alemannia beim 0:5 gegen den FC St. Pauli, ein U21-Länderspiel hat´s auch schon gegeben und natürlich das erste A-Länderspiel in Aachen überhaupt, das Deutschland im Mai mit 3:0 gegen Malta gewann.

Am Mittwochabend um 19 Uhr kommt eine weitere Premiere in der noch jungen - exakt 436 Tage langen - Geschichte des Tivoli hinzu: Mit dem FSV Mainz 05 tritt zum ersten Mal ein Erstligist, der obendrein auch noch Tabellenführer ist, zu einem Pflichtspiel im neuen Alemannia-Stadion an.

Peter Hyballa ist sich der Bedeutung der Zweitrundenpartie im DFB-Pokal bewusst: „Mainz ist die derzeit beste Fußball-Mannschaft in Deutschland.” Und die Mainzer stünden nicht zufällig auf Platz 1 der Fußball-Bundesliga: „Das ist das Ergebnis harter Arbeit”, sagt der Alemannia-Trainer.

„Ein würdiger Rahmen”

Harte Arbeit hatten und haben auch die Mitarbeiter des Kartenverkaufs bei der Alemannia. „Der Vorverkauf läuft sehr gut”, fasst Vereinssprecher Thorsten Pracht die Lage rund 30 Stunden vor Anpfiff zusammen. 24.200 Tickets waren zu diesem Zeitpunkt bereits verkauft. Für den Mittwochabend kalkuliert er mit rund 27.000 Zuschauern. „Das ist doch ein würdiger Rahmen für einen Tabellenführer.”

Ein weiterer Superlativ ist es allerdings nicht. Den hält nämlich nach wie vor das Eröffnungsspiel auf dem neuen Tivoli gegen St. Pauli, als sich am 17. August 2009 exakt 32.960 Zuschauer in dem ausverkauften Stadion die erwähnte 0:5-Pleite der Alemannia ansahen. Aber für Platz 2 in der Zuschauer-Historie der Alemannia könnte der Besuch am Mittwochabend schon reichen. Bislang hat die Zweitligapartie gegen Fortuna Düsseldorf am 1. März dieses Jahres diesen Platz inne. Damals sahen 27.031 Zuschauer eine 0:1-Niederlage der Alemannia.

Wer am Mittwoch den Bundesliga-Primus aus Mainz oder auch Hyballas Zweitligakicker sehen möchte, der bekommt noch Karten im Vorverkauf, unter anderem in der Servicestelle unserer Zeitung in der Innenstadt, Buchkremerstraße, oder auch an den Stadionkassen, die um 16.30 Uhr öffnen. Stehplatzkarten sowie die Karten der Preiskategorie 4 sind allerdings schon ausverkauft, und auch in der Preiskategorie 3 gibt es nur noch Restkarten im Familienblock. Ausreichende Kartenkontingente seien lediglich noch in den Preisklassen 1 und 2 zu haben, teilt der Verein mit.

Die Karteninhaber erwartet auf dem Weg ins Stadion ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Darauf weist die Polizei bereits im Vorfeld hin und bittet, möglichst frühzeitig anzureisen oder mit dem Bus zu kommen. Im Stadion bietet sich den Zuschauern dann ein zum Teil ungewöhnliches Bild, denn im DFB-Pokal, der zentral vermarktet wird, werden die Werbebanden ausgetauscht.

Zudem gibt´s eine kostenlose Sonderausgabe des Tivoli-Echo und etwas Neues auf die Ohren: „Zum Einmarsch spielen wir die DFB-Hymne”, erklärt Vereinssprecher Thorsten Pracht, „das ist im DFB-Pokal so Vorschrift.”

Doch Werbung hin, Musik her, Peter Hyballa hofft, dass „die Zuschauer uns nach vorne peitschen werden” und verspricht, dass seine Jungs „giftig und gallig” sein werden - notfalls bis ins Elfmeterschießen. Das wäre dann wieder eine Premiere auf dem neuen Tivoli.

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