Bürgerstiftung Lebensraum: Vertrauen in Stützen der Demokratie von morgen

Bürgerstiftung Lebensraum : Vertrauen in Stützen der Demokratie von morgen

Unser Grundgesetz gewährt eine offene, freie Gesellschaft, garantiert gleiche Rechte und Menschenwürde. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt der tägliche Blick in die Nachrichten.

Vor zwei Jahren hat die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen die Initiative „Offenes Aachen“ für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt ins Leben gerufen, um an den Wert von Demokratie und Grundgesetz zu erinnern.

Da sei ganz besonders auch die jüngere Generation angesprochen, unterstreicht Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Geupel, denn „sie werden diejenigen sein, die die Demokratie zu sichern haben“. Doch wie motiviert man Jugendliche und junge Erwachsene, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen? Jetzt ruft die Stiftung Aachener Schülerinnen und Schüler dazu auf, sich auf die Spuren von „Demokratinnen und Demokraten in Aachen und der Region“ zu begeben.

Federführend beim Schülerwettbewerb sind Gabriele Abel-Olsen, Lehrerin im Ruhestand, und Adolf Bartz, ehemaliger Leiter des Couven-Gymnasiums. „Unser Anliegen ist es, den Begriff mit Leben zu füllen — was heißt das, dass wir in einer Demokratie leben?“, erläutert Gabriele Abel-Olsen.

Die historischen Vorbilder solJlen anschaulich machen, dass unsere heutige offene Gesellschaft, unser Wohlfahrtsstaat und unser Rechtssystem mitunter hart erstritten und erkämpft werden mussten, zum Teil auch unter Gefahr und Verlust des eigenen Lebens. Durch das Projekt hoffen die Organisatoren, ein neues Verständnis für Demokratie zu schaffen und eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen. Zeitlich setzt das Projekt dabei einen Rahmen von der Zeit des Vormärzes vor der Deutschen Revolution 1848 bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949. Die Person muss entweder in Aachen geboren sein oder einen Bezug zu Aachen haben.

In den Porträts soll es vor allem darum gehen, wie sich die Person um die Demokratie verdient gemacht hat: „Da sind zunächst die liberalen Freiheitsrechte, die Verfechter stammen meist aus dem bürgerlichen Milieu. Dann geht es um Menschen, die sich für soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben, nicht zuletzt sind da die Vertreter der Arbeiterbewegung zu nennen“, zählt Adolf Bartz die Aspekte auf, die bei der Auswahl der verdienten Demokraten eine Rolle spielen.

Teilnehmen können Klassen aller weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe acht bis Q1 sowie die Bildungsgänge der Berufskollegs. Beim Wettbewerb kooperiert die Stiftung mit dem Aachener Stadtarchiv, dem Bildungsbüro der Städteregion und dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen.

Eine Jury bewertet die besten Beiträge, die während des Festakts „70 Jahre Grundgesetz“ im kommenden Jahr ausgezeichnet werden. Neben Geldpreisen ist eine Veröffentlichung der Gewinner-Porträts in einer Gesamt-Dokumentation zur Initiative „Offenes Aachen“ geplant.

Außerdem dürfen die Gewinner im Aachener Zeitungsverlag einmal hinter die Kulissen schauen.

www.buergerstiftung-aachen.de

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