Eilendorf: Verkehrsberuhigung an Betriebskita kommt

Eilendorf : Verkehrsberuhigung an Betriebskita kommt

Seit Anfang des Jahres werden in der an der Kaubenden-straße gelegenen Verbundkindertagesstätte verschiedener Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Eilendorf-Süd die ersten Kinder betreut. Nun beschäftigte sich die Eilendorfer Bezirksvertretung mit der Frage der Verkehrsberuhigung an der Kita.

Der Grund: Die beteiligten Unternehmen waren an die Fachverwaltung mit der Bitte herangetreten, eine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich zu prüfen, da zu Zeiten des Berufsverkehrs ein erhöhtes Verkehrsaufkommen herrsche und die Straße als „Teststrecke“ für die umliegenden Autohäuser diene.

Nach Darstellung der Verwaltung ist die Verkehrssituation vor der Kita, wo die Kaubendenstraße in einer 90-Grad-Kurve nach links in die Kellershaustraße übergeht, unauffällig. Bei einer Langzeitmessung im vergangenen Sommer lag die Durchschnittsgeschwindigkeit auf beiden Fahrspuren bei etwas mehr als 40 Kilometern pro Stunde (km/h), der Anteil der Fahrzeuge, die mit mehr als 60 km/h unterwegs waren, lag bei rund fünf Prozent. Allerdings gab es auch zwei „Spitzenreiter“, die mit knapp 110 km/h gemessen wurden.

Um den erhöhten Geschwindigkeiten zu begegnen, favorisieren die Elternvertreter Fahrbahnaufpflasterungen, während die Verwaltung es für ausreichend hält, wenn auf der Kaubendenstraße wenige Meter vor der Kita drei Parkplätze auf der rechten Fahrbahnseite markiert werden. Dadurch kommt es zu einer Verengung der Fahrbahn auf viereinhalb Meter und in der Folge zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit.

In der Diskussion des Themas folgten die Bezirksvertreter dem Verwaltungsvorschlag, ergänzten ihn aber durch die Einrichtung einer Tempo-30-Zone zu beiden Seiten der Kita. Bedenken der Verwaltung, dass es vor Kindergärten üblicherweise keine derartigen Zonen gebe, weil die Kinder ja immer von Aufsichtspersonen begleitet seien, wurden mit Beispielen von Ausnahmen und der Feststellung gekontert, dass man es den Autofahrern getrost zumuten dürfe, an einer Kita die Geschwindigkeit für wenige Meter zu reduzieren.

Deutlich wurde auch, dass der jetzt gefasste kostengünstige Beschluss nicht das letzte Wort sein muss. Sollten sich die beschlossenen Maßnahmen als nicht zielführend erweisen, könne man erneut über die kostspieligeren Aufpflasterungen nachdenken.

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