Aachen: Verkaufsoffene Sonntage im Rat kaum noch umstritten

Aachen: Verkaufsoffene Sonntage im Rat kaum noch umstritten

Während es vor Jahren im Stadtrat noch heiße Debatten um die Sonntagsöffnungszeiten für den Einzelhandel in der Stadt mit zuweilen äußerst ungewissem Ausgang gab, können dessen Interessenvertreter inzwischen auf eine verlässliche Mehrheit im Rat zählen. Die Reihen der Gegner verkaufsoffener Sonntage haben sich deutlich gelichtet.

Bei nur 14 Gegenstimmen wurden am Mittwoch die vom Märkte- und Aktionskreis City beantragten Verkaufssonntage genehmigt.

Ermüdende Debatten um Sinn und Unsinn sonntäglicher Geschäftszeiten ersparten sich gleich alle Ratsvertreter. Einzig die Linke betonte, ganz an der Seite von Gewerkschaften und Kirchen zu stehen, die die wichtigsten Verfechter der Sonntagsruhe sind. Die FDP steht wie eh und je stramm an der Seite der Einzelhändler, die im Kampf um Kundschaft Sonntagsöffnungen für unverzichtbar halten. Doch Fraktionszwänge gelten in dieser Frage traditionell nicht, Befürworter finden sich auf allen Seiten, Gegner auch — nur halt immer weniger.

Somit werden sich die Aachener in diesem Jahr in der Innenstadt an folgenden Sonntagen ins Einkaufsgetümmel stürzen können: 6. April zum Tag des Frühjahrsputzes, 28. September anlässlich der „Aktion Ehrenwert“, 2. November zum Motto „Aachen teilt“ und am 7. Dezember während des Weihnachtsmarktes. Die Geschäfte werden jeweils von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein. Für den Stadtbezirk Laurensberg sind die gleichen Termine angesetzt.

In Burtscheid sollen die Geschäfte anlässlich des Weinfestes am 4. Mai, während des Sommerfests des Marienhospitals am 15. Juni, beim Burtscheider Aktionstag am 17. August und zum Nikolausmarkt am 7. Dezember geöffnet sein.

Weitere Termine sind für die Stadtbezirke Brand (11. Mai, 19. Oktober, 14. Dezember), Eilendorf (6. April, 2. November), Haaren (15. Juni) und Walheim (5. Oktober) genehmigt worden.

(gei)