Aachen: Verheyen startet über Berlin nach Brüssel

Aachen: Verheyen startet über Berlin nach Brüssel

Die erste Reise der Neu-Brüsselerin aus Aachen ging nach Berlin - so verzwickt ist Europa. Doch sie findet das gar nicht: Sabine Verheyen, frisch gebackene Europaabgeordnete der CDU aus Aachen, freute sich über das verlängerte Wochenende in der Hauptstadt und hängte sogleich einen Besuch bei ihrer Tochter dran - die „kleine” Verheyen studiert an der Spree.

Die Aachenerin in der Tradition von EU-Abgeordneten wie Kurt Malangré und Armin Laschet, die bereits für ihre Partei in Brüssel und Straßburg erfolgreich Politik machten, will sich künftig insbesondere „für das Regionale” einsetzen.

Also strebt sie die Entsendung in den „Ausschuss für regionale Entwicklung” und dazu die Mitgliedschaft im Ausschuss für „Bildung, Kultur und Medien” an.

Letzteres Gremium soll es auch deshalb sein, weil sie bereits seit sechs Jahren im Rundfunkrat tätig ist. Natürlich hat darüber zunächst die deutsche Gruppe der CDU-Abgeordneten und dann die EVP-Fraktion zu befinden, hier werden Wünsche und Begehrlichkeiten der diversen nationalen Abgeordneten gebündelt.

Die Deutsche Gruppe konstituiert sich am kommenden Dienstag, 13. Juni, in Brüssel, am tag danach dann die gesamte EVP-Fraktion (Europäische Volkspartei). „Wir haben uns zunächst in Berlin einfach einander vorgestellt”, berichtete sie vom ersten Zusammentreffen mit „ihren Leuten”, der Deutschen Gruppe der CDU-Abgeordneten, 42 an der Zahl.

Als angenehm empfand sie die gute Mischung aus gestandenen Parlamentariern wie etwa Hans-Gert Pöttering oder Elmar Brok, beide europäische Urgesteine und jungen Abgeordneten.

„Da sind einige Junge dabei, die bereits eine Legislaturperiode dabei sind”, meinte sie erfreut und sybillinisch Richtung Männerwelt: „Auch die weiblichen Mitglieder werden mehr!” Zur einer „echten” Abgeordneten wird sie endgültig erst am 14. Juli.

In Straßburg

Dann konstituiert sich das mit der Wahl vom vergangenen Sonntag neu zusammengesetzte EU-Parlament zum ersten Mal für die kommende Legislaturperiode von immerhin fünf Jahren. In Straßburg wird das sein, denn da ist der Sitz des großen Plenarsaales.

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