Aachen/Münster: Vergleich? Partymeile Westpark soll entschärft werden

Aachen/Münster : Vergleich? Partymeile Westpark soll entschärft werden

Nach zwei Stunden und zehn Minuten war aus einer kühnen eine naheliegende Vermutung geworden: Im Westpark wird es wohl ruhiger werden. Darauf deutet nach dem Ende eines Anhörungstermins vor dem Oberverwaltungsgericht Münster alles hin.

Hintergrund war die Klage eines Anwohners des Westparks. Er wirft der Stadt vor, gegen „zu viel Lärm und unzureichende Beschilderung“ im Westpark nichts zu unternehmen. Das OVG in Münster strebt nun einen Vergleich an, nachdem das Verwaltungsgericht Aachen die Klage zunächst zurückgewiesen hatte.

Nach der Anhörung am Dienstag zeigte sich Anwohner Michael Müller (Name v. d. Redaktion geändert) zufrieden: „Die Stadt hat gesagt, dass die neue Beschilderung innerhalb von vier bis sechs Wochen umgesetzt werden kann.“ Außerdem solle der Runde Tisch zum Thema Westpark reaktiviert werden und bis Ende März zum ersten Mal zusammenkommen. Müller erwartet zudem ein Verbot von zu lauter Musik. Müller: „Wir wollen unseren Park nicht als Partymeile an die Hochschule verlieren. Natürlich kann man nicht alles verlangen, will ich auch nicht — aber die Anwohner des Westparks werden positive Veränderungen spüren.“

Fest abgemacht ist indes noch nichts. Das Gericht habe den Vergleich am liebsten noch am Dienstag festgezurrt, sagte Müller. Aber „der genaue Wortlaut eines Vergleichs muss natürlich von meinem Anwalt noch geprüft werden.“ Der habe wegen einer Autopanne nicht bei der Anhörung anwesend sein können. Bei Gericht sei er mit seinem Vorbehalt auf Verständnis gestoßen. Beide Parteien haben nun bis Montag Zeit, den Vorschlag zu prüfen und sich zu äußern.

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