Aachen/Jülich/Eschweiler: Vergewaltigungsprozess: Jülicher zu Bewährungsstrafe verurteilt

Aachen/Jülich/Eschweiler : Vergewaltigungsprozess: Jülicher zu Bewährungsstrafe verurteilt

Im Verfahren wegen Vergewaltigung war der 58-jährige Angeklagte aus Jülich, der am Dienstag den Termin vor dem Landgericht Aachen „geschwänzt“ hatte, am Freitag pünktlich zur Stelle. Ihm war der sexuelle Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person zur Last gelegt worden.

Die heute 25-jährige Frau hatte 2014 in der Nacht zum 1. Mai mit einer Gruppe aus der Herzogstadt, zu der auch der Angeklagte gehörte, eine Diskothek in Eschweiler besucht. Als ihr der Angeklagte anbot, sie zurück nach Jülich zu nehmen, nahm die alkoholisierte Frau offenbar an.

Geständnis abgelegt

Im Rahmen einer Verständigung, der alle am Prozess beteiligten Parteien zustimmten, kam der zuvor wegen der Erkrankung eines Richters geplatzte Prozess zu einem raschen Ende: Eine langwierige Beweisaufnahme war nicht mehr notwendig, da der Angeklagte nun ein Geständnis ablegte und sich bei seinem Opfer entschuldigte. „Das ist nicht zu entschuldigen“, wurde diese von der Nebenklägerin zwar nicht angenommen, doch das wird der Angeklagte verschmerzen, denn er wurde von einer Gefängnisstrafe verschont.

Zwei Jahre Bewährung

Richter Hans-Günter Görgen, Vorsitzender der 8. Großen Strafkammer am Landgericht Aachen erfüllte seinen Part des Deals und verurteilte den 58-Jährigen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt ist. Außerdem muss der Angeklagte dem Opfer 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

(ahw)
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