Verein Frankenbuerger in Aachen stellt Kunst- und Kulturprogramm vor

Im zweiten Halbjahr : Von Politik über Philosophie bis zu gemalter Musik

Das Lagerfeuer-Trio spielt auf Burg Frankenberg, und sollten alle Stricke reißen und das Wetter nicht mitspielen, dann besteht die Möglichkeit, in den benachbarten Musikbunker auszuweichen. Darüber freut sich das Kunst- und Kulturteam der Frankenbuerger ganz besonders.

„Es sind noch immer Karten zu haben“, sagt Inge Klusemann mit Blick auf das Konzert am Freitag, 30. August. Um 20 Uhr soll es losgehen. Mit viel Liebe und Ausdauer haben die Frankenbuerger auch diesmal wieder ein Programm in den ehrwürdigen Gemäuern der Burg organisiert, das von Musik über Kunst bis hin zu philosophischen Workshops ganz unterschiedliche Angebote macht.

„Insgesamt bieten wir 26 Veranstaltungen aus verschiedenen Sparten“, sagt Franz-Peter Beckers. Ein bewährtes Format sind die Jazz-Doppelkonzerte. Den Auftakt machen hier am Freitag, 20. September, um 20 Uhr die Jochen Fiedler Band und die Moritz von Kleist Tonwerkstatt. Und eine ganz tolle Truppe wird laut Beckers im November erwartet. „Dann kommt das Mareike Wiening Quartett und verspricht ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis“, sagt er.

Besonders spannend wird sicher auch die Verbindung von Malerei und Musik. Der Künstler Heinrich Hüsch präsentiert von Sonntag, 22. September, bis Freitag, 4. Oktober, eine Ausstellung mit Bildern, die durch Musik inspiriert wurden. „Hüsch hat im vergangenen Jahr bei den Konzerten auf der Burg gemalt“, erzählt Inge Klusemann. „Jazz.Klang.Farbe“ ist der Titel der Ausstellung dieser „live gemalten Musik“. Und wer mit dem Handy unterwegs ist, kann sogar die Musik aufrufen, zu der die einzelnen Bilder entstanden sind.

Auch brisante, politische Themen nehmen nach wie vor einen großen Stellenwert auf Burg Frankenberg ein. So wird der Radentscheid am Donnerstag, 26, September, um 19 Uhr beleuchtet. Unter dem Titel „Aachen sattelt auf“ soll ein fahrradgerechtes Aachen im Mittelpunkt der Diskussion stehen. „Aachen und der Krieg“ lautet das Thema, das am Donnerstag, 24. Oktober, beleuchtet wird. „Trotz allem – es ist weitergegangen“, heißt es an diesem Abend um 19 Uhr, und Bilder sollen zeigen, wie es nach Kriegsende tatsächlich weiterging. „Diese Veranstaltung haben wir zum 75. Jahrestags des Kriegsendes geplant“, betont Beckers.

Kinder kommen auf ihre Kosten

Wie in jedem Jahr werden auch die Kinder auf Burg Frankenberg auf ihre Kosten kommen. Da ist neben dem schon traditionellen Kindertheater mit dem Figurentheater Rosenfisch ein Kinderkonzert geplant. Am Donnerstag, 31. Oktober, um 16.30 Uhr sorgen „Hexen, Geister und Gespenster“ für eine bunte Halloweenparty. „Und das Adventssingen auf der Burg am Sonntag, 8. Dezember, um 17 Uhr kommt immer so gut an, dass viele Kinder schon jetzt dafür üben“, sagt Ralph Hagenborg.

Livemusik und Kabarett sowie philosophische Angebote machen das Programm komplett. „Hinter den philosophischen Veranstaltungen steht der Anspruch, aktuelle Probleme aus der philosophischen Perspektive zu betrachten“, sagt Inge Klusemann. Am Donnerstag, 10. Oktober, steht ab 19 Uhr die Tierethik im Mittelpunkt, im November geht es um Organspende. Und für Kinder besteht zudem die Möglichkeit, in einem Kurs zu philosophieren. Denn ihre natürliche Neugierde zu erhalten und zu fördern, hält Klusemann für eine wichtige Aufgabe.

Die Frankenbuerger stemmen das Programm jedes Mal auf Neue mit ehrenamtlichem Einsatz. „Wer uns dabei unterstützen möchte, ist herzlich willkommen“, sagen sie. Die Vereinsmitglieder treffen sich regelmäßig jeden letzten Dienstag des Monats um 19.30 Uhr in der Turmbar der Burg zum Stammtisch und freuen sich nach eigenen Worten jederzeit über interessierte Besucher.

Das komplette Programm und die Eintrittspreise zu den einzelnen Angeboten sind im Internet auf www.burgfrankenberg.de einzusehen.

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