Veranstalter des Weihnachtssingens in Aachen zeigen sich zufrieden

Positive Bilanz nach dem Weihnachtssingen : Besucherrekord: So viele Sänger wie noch nie auf dem Tivoli

Mehr Menschen als jemals zuvor haben sich am Sonntag zum Singen auf dem Tivoli getroffen. Dementsprechend zufrieden zeigen sich am Montag die Veranstalter. Und den Termin für das kommende Jahr kann man sich auch schon vormerken.

Mit der diesjährigen Auflage des Aachener Weihnachtssingens sind die Organisatoren durchweg zufrieden. Auch wenn die große Feedback-Runde erst im Januar ansteht, zieht man jetzt bereits ein positives Fazit. In der Tat braucht sich die Stadt Aachen hinter anderen Städten – in Dortmund fand ebenfalls am Sonntag ein Weihnachtssingen statt – nicht zu verstecken.

„Wir können wirklich sehr zufrieden sein“, sagt Pfarrer Siegmar Müller von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Er hat das Weihnachtssingen 2013 ins Leben gerufen. Die Resonanz der Besucher, mit denen er geredet habe, sei durchweg positiv. „Klar, dass es immer unterschiedliche Wünsche, Vorstellungen und Geschmäcker gibt“, räumt Müller ein, „doch grundsätzlich waren alle ganz froh mit der Veranstaltung“.

Auch die Anzahl der Besucher stimmt Müller und seine Mitorganisatoren zufrieden: Knapp 24.000 Menschen sind diesmal der Einladung auf den Tivoli gefolgt. Das sind 3000 mehr als im Vorjahr: Besucherrekord. Zum Vergleich: Ins Dortmunder Westfalenstadion, einen deutlich größeren Fußballtempel in einer deutlich größeren Stadt, sind zu einer vergleichbaren Veranstaltung rund 50.000 Menschen gekommen. „Das ist natürlich schön, wenn so viele Menschen den Termin fest in ihren Kalendern haben“, sagt Müller. Nur ein kleiner Teil des Budgets, das zur Verfügung steht, fließe in Werbung.

Apropos Budget: Es ist das zweite Jahr, in dem für das Weihnachtssingen ein kleines Eintrittsgeld ab drei Euro erhoben wird. „Wir hoffen, dass wir mit den Einnahmen kostendeckend arbeiten können“, sagt Müller. Kostspielig sei vor allem die Technik inklusive Soundanlage, die gemietet werden muss. Immerhin ist der Tivoli ein Fußballstadion und keine Konzerthalle. Der Auf- und Abbau für die Veranstaltung, inklusive der Schwerlastplatten, die den Rasen schonen, geht ins Geld. Auch die Ordnungskräfte, die die vielen Menschen auf ihre Plätze lotsen, müssen bezahlt werden. Hinzu kommen Ausgaben für die Liederbücher und die Kerzen samt Halterung. Ohne die wäre das Singen nur halb so stimmungsvoll.

Kritik von einigen Besuchern, dass die Stimmung in Teilen weniger besinnlich gewesen sei als gewünscht, kommentiert Müller folgendermaßen: „Das scheint blockweise ganz unterschiedlich gewesen zu sein.“ Während in einigen Blocks beispielsweise während des Vorlesens der Weihnachtsgeschichte mit dem Nachbarn gequatscht wurde, war es in anderen Teilen des Stadions ganz still. „Für mich jedenfalls ist die Weihnachtsgeschichte das Herzstück des Weihnachtssingens“, betont Müller.

Davon, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein Weihnachtssingen auf dem Tivoli geben wird, ist er überzeugt, und zwar am 4. Adventssonntag, 22. Dezember.