Aachen: „VennbahnCenter“: Die Parkplatzschranke bleibt umstritten

Aachen : „VennbahnCenter“: Die Parkplatzschranke bleibt umstritten

Die Bauchschmerzen der Grünen in Sachen Supermarktzentrum zwischen Trierer Straße und Rombachstraße haben sich aktuell nicht verflüchtigt. „Wir sind nach unseren Beratungen der Meinung, wir sollten das Thema nochmals zurückstellen und neu beschließen“, schlug ihr Sprecher Michael Rau im Planungsausschuss vor.

Denn die Grünen sind inzwischen unzufrieden mit der Planung für das neue „VennbahnCenter“ und die Gesamterschließung des Bereichs, auf dem letztlich 70 neue Wohneinheiten entstehen sollen.

„Das haben Sie doch alles mitbeschlossen“, fragte Gaby Breuer (CDU) erneut verwundert. Die CDU mit Sprecher Alexander Gilson und auch die SPD drängen darauf, dass die Planung verabschiedet und das Bebauungsplanverfahren öffentlich ausgelegt wird. Ja, sagte Rau, das wisse er auch, doch die Planung müsse aus Sicht der Grünen nochmals dringend überarbeitet werden. So sind die Grünen komplett dagegen, den Parkplatz des Supermarktzentrums aus Richtung des Wohngebiets zwischen Heuss-, Rombachstraße und Vennbahnweg befahrbar zu machen, sie wollen Schleichverkehre verhindern, stoßen aber auf erheblichen Widerstand.

Keine Umwege fahren

„Wir haben keinerlei Interesse daran“, berichtete der Brander Dieter Müller (SPD) im Planungsausschuss, „dass die Menschen aus dem Wohngebiet zunächst umständlich auf die Trierer Straße fahren müssen, um dann nur von dort aus den Aldi anfahren zu können“, begründete Müller die Ablehnung der grünen Planungsabsichten. Die Verwaltung hatte nach der letzten Sitzung des Planungsausschusses, als das Thema bereits auf dem Tisch lag, eine neue Beschlussvorlage zugesagt. Die stand nun zur Diskussion.

Danach soll eine Schranke auf der Parkplatzzufahrt des Supermarktes „zwischen 22.30 Uhr und 9.00 Uhr“ den Verkehr aus Richtung Vennbahnweg/Rombachstraße an der möglichen Abkürzung hindern, von dort aus gerade in den sensiblen Zeiten des Schulbeginns am Morgen auf die Trierer Straße zu gelangen — oder umgekehrt. Die Gewähr für das regelmäßige Öffnen und Schließen der Schranke müsse der „Vorhabenträger“, also der Betreiber des Supermarktzentrums, übernehmen, das Ganze soll Bestandteil der Baugenehmigung werden.

Die Zuverlässigkeit der Schrankenlösung blieb im Ausschuss umstritten. Selbst die sofortige Installation und Schließung der Schranke war dem Brander Müller zunächst zu viel. „Man könnte eine Testphase von sechs Monaten vorschalten“, meinte er, dann wisse man, ob es überhaupt Schleichverkehre geben wird. Da der Schrankenlösung nicht ganz getraut wird, beschloss man, ersatzweise einen automatischen Poller zu installieren, dies auf Kosten des Supermarkts.

(wos)