Aachen: „Vater“: Grenzlandtheater inszeniert Stück über das Thema Demenz

Aachen : „Vater“: Grenzlandtheater inszeniert Stück über das Thema Demenz

Noch lebt der ältere Herr allein in seiner eigenen Wohnung. Bisher ist es André gelungen, kleine Gedächtnislücken zu überspielen. Seine freundliche Art ist zunächst auch ein Hilfsmittel. Doch Furcht steigt in dem verwirrten Witwer auf, als eine seiner Töchter für längere Zeit nach London gehen will. Vielleicht sogar für immer? Durch die Zeitsprünge tauchen viele Fragen auf.

„Vater“, das Schauspiel von Florian Zeller, wurde bereits mit dem Prix Molière ausgezeichnet und erobert jetzt alle Theater. Premiere im Aachener Grenzlandtheater ist am Montag, 13. März.

Ausgezeichneter Regisseur

In der packenden Probe zeigt Klaus Lehmann als „Vater“ bereits die zunächst kleinen Veränderungen — die Töchter und der Schwiegersohn beginnen zu ahnen, dass der „Abbau“ des eigentlich so angenehmen und klugen Menschen weitergehen wird.

Der vielfach ausgezeichnete Regisseur Rüdiger Pape ist „sehr glücklich“ mit „seinen“ Mimen. Die beiden Töchter werden von Emilia Haag und Sibel Polat gespielt, weitere Mitwirkende sind Birger Frehse, Alexander Stirnberg und Aurélie Thépaut. Und natürlich ist er begeistert von Hauptdarsteller Lehmann...

Zeitsprünge und Wahnvorstellungen machen den Angehörigen Angst. Irgendwann muss die Frage „Wohin mit Papa?“ gelöst werden. Als eine Betreuerin auftaucht, ist der alte Mann kaum noch zu halten. Der junge Autor, geboren 1979 in Paris, überzeugt mit seinem Mut, zum Thema Demenz Schlimmes und Schönes plus viel Humor auf die Bühne zu bringen.

Übrigens: In der nächsten Premiere im April steht bereits wieder ein Stück von Florian Zeller auf dem Spielplan des Grenzlandtheaters: „Eine Stunde Ruhe“.

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