Aachen: „Variante 1“: Ortsumgehung für Richterich ist beschlossene Sache

Aachen : „Variante 1“: Ortsumgehung für Richterich ist beschlossene Sache

Neubaugebiet Richte­richer Dell und kein Ende. Der Planungsausschuss der Stadt hat nach langem Hin und Her die „Variante 1“ einer neu zu bauenden Ortsumgehung um Alt-Richterich beschlossen. Insgesamt gab es zum Sachstandsbericht der Verwaltung fünf Gegenstimmen von Seiten der Opposition im Ausschuss.

Um den Zeitplan zur Erschließung des Neubaugebiets Richtericher Dell hatte es lange Auseinandersetzungen zwischen den Parteien und gleichermaßen in der Bürgerschaft gegeben. Insbesondere die Grünen, die eine schnellere Erschließung des Gebiets sowohl in ihrer Zeit als rot-grüne sowie anschließend als schwarz-grüne Koalitionäre vorangetrieben hatten, müssen jetzt zusehen, wie immer neue Vorbehalte zu weiteren Verzögerungen des Projektes führen.

Die aktuelle Auseinandersetzung geht um jene Ortsumgehung, die nach den Beschlüssen der Koalition zuerst fertiggebaut werden soll. Erst dann soll mit dem ersten Wohn-Cluster zwischen Horbacher Straße und Vetschauer Weg begonnen werden. Die Grünen wollen dagegen den parallelen Baubeginn von Umgehung und Wohnungsbau.

Der Trassenverlauf

Die Trasse beider Varianten beginnt am nördlichen Rand des Neubaugebiets an der Horbacher Straße, macht dann einen Knick nach Südosten in Richtung Bankerfeld Straße und mündet hier in einen Kreisverkehr. Danach schwenkt die „Variante 1“ in südliche Richtung und unterquert die Bahnlinie mit einer Unterführung. Die „Variante 2“ verliefe dann in östlicher Richtung und würde auf die Kohlscheider Straße treffen.

Der beschlossene Trassenverlauf überquert nach der Bahnunterführung den Amstelbach und läuft am Gewerbegebiet Roder Weg entlang, bis sie noch im Stadtgebiet an die Roermonder Straße anschließt. Für die Verwaltung erläuterte Fachbereichsleiter Harald Kriesel, dass im flach empfundenen Gelände doch erhebliche Höhenunterschiede zu überwinden seien. Sorgen macht allen Beteiligten die Bahnunterführung, da die DB wegen ihrer langwierigen Planungsentscheidungen gefürchtet ist.