Aachen: „Utopia Machina XXL“ greift Verhältnis zwischen Mensch und Maschine auf

Aachen : „Utopia Machina XXL“ greift Verhältnis zwischen Mensch und Maschine auf

Der Mensch und die Maschine: Welcher Ort könnte besser geeignet sein, dieses Verhältnis darzustellen, als die Tuchfabrik? Dort liefern die alten Maschinen das beste Szenario, um auch visionäre Fragen zu stellen. Das Theater K greift mit seiner Inszenierung „Utopia Machina XXL“ durchaus bekannte Fragen der Menschheit auf.

„Seit Menschengedenken versuchen Visionäre sich vorzustellen, wie die Zukunft wohl aussehen mag“, heißt es in der Beschreibung des Stücks, das selbst von einer fiktionalen Welt erzählt, die dann allmählich ins Wanken gerät. Premiere feiert es am Samstag, 8. September, um 20 Uhr im Tuchwerk, Strüverweg 116.

Mona Creutzer setzt bei dieser Inszenierung auf eine Zusammensetzung vieler Texte aus den Bereichen Science Fiction und Zukunftsvision, die in einer Art Collage zu einer eigenen Erzählung werden. Die „Dreikrempelsatz“-Maschine des Tuchwerks wird zur Bühne, und die kunstvolle Beleuchtung verwandelt das Ganze in ein einzigartiges Szenario. „Ich bin immer auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen“, sagt Creutzer. Sie sei seit jeher vom Tuchwerk fasziniert. Das Thema „Mensch und Technik“ mag sich dabei fast aufdrängen. Zudem habe die jüngste Hitzewelle die Menschen sensibilisiert für den Gedanken, wie es mit der Erde weitergeht, meint Creutzer. Sie will der Frage nachgehen: „Wonach streben wir eigentlich?“ Im Hintergrund ergänzen die Videoinstallationen von Loni Liebermann das Geschehen auf der Bühne. Wissenschaftsgeist und ein verherrlichter Fortschrittsgedanke prägen die so dargestellte Welt, bis die allmählich ins Wanken gerät.

Alles beginnt in der Dunkelheit. Dann richten sich die Scheinwerfer auf einen Teil der Maschine, und das Spiel beginnt. Gleichzeitig rattert eine Maschine, unglaublich laut. Und während hier gleichsam die Anfänge der zunehmenden Technologisierung unserer Welt greifbar werden, setzt sich die Inszenierung mit Visionen der Zukunft auseinander. Die Zuschauer werden dabei so platziert, dass sie die Größe der Maschine auch wirklich erfassen können. Die Schauspieler verlieren sich dort fast — aber eben doch nicht ganz. Noch sind sie ein Teil dieser technisierten Welt.

Es spielen: Jochen Deuticke, Norman Nowotko und Barbara Portsteffen.

(mas)
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