Aachen: Unwetter bringt Regen, Hagel und Sturm

Aachen: Unwetter bringt Regen, Hagel und Sturm

Kurz vor 22 Uhr gingen bei Feuerwehr und Polizei die erste Notrufe ein. Danach ging es Schlag auf Schlag. Eine kurze, dafür aber umso heftigere Unwetterfront ist am Mittwochabend über Aachen hinweggezogen und hat reichlich Verwüstung hinterlassen. Besonders stark betroffen war der Aachener Süden.

In den Bereichen Brand und Driescher Hof gab es zahlreiche Einsätze. Alleine die Feuerwehr musste etwa 40 Mal ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen, überflutete Fahrbahnen zu sichern und Keller leerzupumpen. Zahlreiche Fahrzeuge wurden beschädigt.

Eisschicht auf dem Boden

Dicke Hagelkörner klumpten auf Straßen und Gehwegen zu Eisschichten zusammen. In Driescher Hof wurde nach Angaben der Feuerwehr sogar das Dach eines Supermarkts vom Hagel heftig beschädigt. Durch das Gewicht der Hagelkörner stürzte ein etwa 400 Quadratmeter großes Glasdach zwischen zwei Gebäudeteilen ein. Das Gebäude musste von der Feuerwehr gesichert werden.

Heftiger Regen überflutete zahlreiche Fahrbahnen. Unter Wasser standen etwa Bereiche des Berliner Rings, der Hüttenstraße und der Trierer Straße im Bereich der Autobahn.

Autobahn betroffen

Der heftige Sturm stürzte Bäume um und riss eine Vielzahl von Ästen zu Boden. Auch die Autobahn 44 zwischen dem Aachener Kreuz und und der Anschlussstelle Brand war davon betroffen.

Mehrere Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr hatten alle Hände voll zu tun, vollgelaufene Keller auszupumpen. In der Kellershausstraße unweit der Debyestraße drückten die Wassermassen einen Gullydeckel hoch, der ein darüber geparktes Auto beschädigte. Auch auf der Lintertstraße schossen Kanaldeckel durch die Wucht des Wassers in die Höhe.

Durch den starken Wind machten sich laut Polizei auch etliche Baustellenabsperrungen selbstständig.

Wie die Leitstelle der Polizei am späten Abend mitteilte, kamen Personen bei dem Unwetter glücklicherweise nicht zu Schaden. Wieviel Sachschaden das Gewitter angerichtet hat, wird wohl erst später zusammengerechnet.

Um Mitternacht grummelte es erneut heftig: Die nächste Gewitterfront zog heran.

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