Aachen: Unterstützung für den Bundesverband Herzkranke Kinder

Aachen: Unterstützung für den Bundesverband Herzkranke Kinder

Das Herz pumpt das gesamte Blut mindestens einmal pro Minute durch den ganzen Körper und versorgt ihn so mit allem, was er braucht. Der Herzmuskel eines gesunden Erwachsenen pumpt so 6000 bis 10.000 Liter Blut pro Tag. Bei Herzkranken funktioniert dieser Motor des Körpers nicht richtig. Der in Aachen ansässige Bundesverband Herzkranke Kinder sorgt dafür, dass die Patienten und ihre Angehörigen durch Hilfe und Beratung die Krankheit besser bewältigen können.

Mit einer Spende in Höhe von 18.000 Euro hat die DAK-Gesundheitskasse mit Sitz in Hamburg die Arbeit jetzt unterstützt.

„Selbsthilfegruppen ergänzen wirksam die professionellen Angebote des Gesundheitswesens und tragen dazu bei, dass die Patienten durch Austausch und Beratung ein besseres Leben führen können“, betont Holger Lowack, Leiter der DAK Aachen.

Mit der Spende, die Bundesverbandsgeschäftsführerin Hermine Nock entgegennahm, werden zwei Projekte gefördert: Die Broschüre „Sport macht stark“ und eine zweitägigen Fachtagung, die zum 20-jährigen Bestehen des Bundesverbandes Ende April in Hamburg stattfand.

Neue Therapien

Unter dem Titel „Herzkrank und die weite Welt“ ging es in Kooperation mit der Elterninitiative unter anderem um das Thema Sport bei angeborenen Herzfehlern, neue Ansätze in der Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen Herzfehlern.

Darüber wurden die Betreuung von Menschen mit angeborenen Herzfehlern vom Säugling bis ins hohe Alter, die Unterstützung von Risikopatienten sowie Familienplanung, Freizeit, Reisen und Berufsfindung bei Herzkranken thematisiert.

Berufsfindung und —einstieg sind für junge Herzkranke mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Eine passende Ausbildung zu finden ist für chronisch Kranke ein Problem. „Information und Öffentlichkeitsarbeit sind deshalb wichtig“, betont Nock. Etwa auch bei der Vergabe von Krediten und Reiserücktrittsversicherungen seien Herz-Patienten im Nachteil.

Gesunde Ernährung und Sport

Mit Sommercamps für herzkranke und übergewichtige Kinder und Jugendliche wolle man die jungen Patienten für gesunde Ernährung und ihrer Erkrankung angemessene Sportangebote begeistern. „Sie sollten nicht unter einer Glasglocke aufwachsen, sondern sportliche Alternativen finden, um ihren Herzfehler nicht durch eine ungesunde Lebensweise zusätzlich zu verschlimmern“, erklärt Hermine Nock.

„Wir freuen uns sehr über diese Spende, mit der wir die ,Hilfe zur Selbsthilfe‘ erlebbar machen können und die Patienten durch entsprechende Information der Öffentlichkeit aus ihrer Nische holen können“, sagte Lowack.

Bundesweit leidet nach Angaben des Bundesverbandes rund ein Prozent aller Neugeborenen an einem angeborenen Herzfehler.