Unterstützung für das Hospiz am Iterbach

Ein Abend zugunsten der Hospizstiftung: Lachen erwünscht bei einem schweren Thema

Wenn das Aachener Sinfonieorchester zum Auftakt in einem 007-Medley „Live and let die“ und zum Ausklang „Don’t stop me now“ von Queen spielt, dann passt das – ohne jeden Zynismus – perfekt ins Programm.

Gerade weil es um die Unterstützung der Hospizstiftung Aachen geht, ist der entspannte Umgang mit Leben und Sterben genauso vielsagend wie die ungebremste Energie, mit der die Aachener Hospize ihre Ideale vorleben. Es geht um Menschenwürde und Menschenliebe, um den Umgang mit dem schwierigen, aber zugleich für jeden relevanten Themenbereich des Sterbens.

Genau das unterstrich Ulla Schmidt als Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung in ihren Begrüßungsworten. Sie stand auf der Bühne im Theater Aachen und begrüßte zum fünften Mal zu den Herbstemotionen. Als die rund 550 Gäste nach drei Stunden das Theater Aachen, das von Anfang an als treuer Veranstaltungspartner der Emotionen fungiert, verließen, waren sie – auch das gehört zur Hospizveranstaltung – bester Laune, denn sie hatten einen wunderbaren Abend erlebt. Eine entspannte-wohltuende Mischung aus Orchestermusik, anspruchsvoller Comedy, innovativ-hochmusikalischer Chor-Performance und einer sympathisch lockeren Moderation.

Noch gibt es viel zu tun

2,4 Millionen Euro hat das Kuratorium der Hospizstiftung zur Finanzierung des Hauses am Iterbach in nur fünf Jahren aufgebracht – knapp eine Million fehlt aber noch. Und da sind Veranstaltungen wie die im Theater gar nicht hoch genug einzuschätzen, zumal sämtliche Akteure auf jegliche Entlohnung verzichteten, die sie mit Blick auf ihre Performance ganz gewiss verdient hätten.

Beim neuen Generalmusikdirektor Christopher Ward haben Ulla Schmidt und ihr Stellvertreter im Kuratorium, Boris Bongers, der auch den Abend gewohnt spitzbübisch-charmant moderierte, offene Türen eingerannt. Ward hatte mit Moritz Schippers James-Bond-Melodien mit Johann-Strauss-Kompositionen und Queen-Hits in eine außergewöhliche musikalische Performance gekleidet, die den Abend rahmte. Und so gleichermaßen den Boden für den Aachener Cantiamo Chor und den Comedian Felix Gaudo bereitete. Der Klangkörper und der Solist begeisterten das Publikum gleichermaßen mit ihren individuellen und innovativen Beiträgen. Liebenswürdig, humorvoll und qualitativ anspruchsvoll kamen ihre doch so unterschiedlichen Programme gleichermaßen hervorragend an. Und dass der Aachener Künstler Paul Sous eigens ein Bild für eine Versteigerung mitgebracht hatte, rundete den Abend auf besondere Art und Weise ab.

Die enorme Arbeit der Mitarbeiter der Hospizstiftung hatte sich gelohnt. Das bewiesen der tosende Applaus und das immer wieder zu hörende Versprechen, Allerheiligen 2019 wiederzukommen.

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