Aachen: „unserAC.de“: Gute Ideen im Internet werden belohnt

Aachen: „unserAC.de“: Gute Ideen im Internet werden belohnt

Große Freude herrschte bei den Gewinnern eines Wettbewerbs, den die Internetplattform „unserAC.de“ ins Leben gerufen hat. Die Plattform der Aachener Stiftung Kathy Beys ist erst vor rund einem halben Jahr ans Netz gegangen und will Initiativen und das Engagement von Aachenern unterstützen.

Von Dezember bis Ende Januar konnten die ihre Ideen dort hochladen: Wer die meisten Unterstützer fand, wurde mit einem Preis belohnt. Laut Doris Vallée vom Moderatorenteam der Plattform endete der Wettbewerb mit einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf den ersten Platz kam schließlich die Initiative, freies WLAN in der Region Aachen zu installieren.

Die Idee ist an sich einfach: Privat- und Geschäftsleute sollen ihren eigenen Internetanschluss mit anderen Nutzern teilen. Dafür braucht es ein zusätzliches Gerät, das den Zugang über Freifunk möglich macht. Je mehr solcher Geräte installiert werden, umso besser funktioniert das freie Netz, so Jan van den Hurk, der die Initiative vertritt. 2000 Zugangspunkte würden demnach ausreichen, um in der gesamten Städteregion einen freien Zugang ins Netz zu bekommen.

Das Preisgeld von 500 Euro wollen die Freifunker nutzen, um ihre Idee bekannter zu machen, und um den Ausbau des freien Netzes voranzutreiben. Wer mitmachen will, muss allerdings zwischen 14 und 45 Euro in den Router investieren. 200 solcher Geräte sind laut van den Hurk inzwischen schon installiert.

Ein deutliches „Ja“ zum geplanten Radschnellweg sagt Ralf Homrighausen aus Kohlscheid. Er hält die Idee, Kohlscheid und Aachen mit einen Radschnellweg zu verbinden für genial. Seiner Meinung nach ist man in Aachen mit dem Fahrrad besser unterwegs als mit dem Auto. Deshalb wollen er und seine Mitstreiter sich für den Bau des Fahrradweges stark machen.

Die Bedenken, die nach Bekanntwerden der Pläne laut wurden, kann er nicht teilen. Deshalb will er verstärkt Werbung für den Radschnellweg machen und träumt von einer freien Fahrt zwischen Kohlscheid und Aachen. Das Preisgeld von 300 Euro wollen die Radler nutzen, um schon kleine Kinder aufs Rad zu bringen. „Auch wenn sie nicht mit dem Rad zur Schule fahren können, sollten sie das Radfahren doch zumindest beherrschen“, meint Homrighausen.

„Stiefmütterlich behandelt“

„Die Tagespflege wird in Aachen eher stiefmütterlich behandelt“, bedauert Christine Burghardt. Dabei sei sie für viele Familien die geeignete Betreuungsform für ihre Kinder. Doch ein Portal oder eine zentrale Stelle, die es Familien erleichtert, eine Tagesmutter zu finden, gibt es laut Burghardt nicht. Und die Tagesmütter selbst waren bislang auch nicht vernetzt. 50 von ihnen haben sich inzwischen der jetzt gegründeten „Interessengemeinschaft Aachener Tagespflegepersonen“ angeschlossen. 130 Tagesmütter gibt es insgesamt. Mit 100 Euro wurde diese Initiative jetzt belohnt.

Die Tagespflege sei gerade für Kinder unter drei Jahren die geeignetste Betreuungsform, meint Burghardt. Sie gehe aber beim schnellen Ausbau der U3-Plätze in den Kitas fast unter. Dagegen will die Initiative nun ankämpfen. Außerdem will sie die Kindertagespflege professionalisieren, um einen hohen Standard in der Betreuung zu erreichen. Und sie will zum Sprachrohr werden beim Austausch mit Verwaltung und Politik.

Mehr von Aachener Nachrichten