Uniklinikum Aachen kann auf neue Technologie setzen

Wichtige Spende für kranke Kinder : So müssen kleine Patienten weniger Schmerzen aushalten

Um die Kinderkrebsstation des Uniklinikums Aachen zu unterstützen, spendete der Aachener Förderverein „Hilfe für krebskranke Kinder“ jetzt medizinische Geräte im Wert von mehr als 130.000 Euro. Bei den Geräten handelte es sich neben Forschungsequipment auch um innovative Schmerzpumpen.

„Das ist eine großartige Unterstützung für unsere kleinen Patienten“, schwärmte Dr. Udo Kontny, ärtzlicher Leiter der Kinder- und Jugendmedizin des Uniklinikums. Die gespendeten Schmerzpumpen seien ausgesprochen robust und bedienerfreundlich. Schon Kleinkinder könnten die Geräte selbst bedienen, um sich Schmerzmittel zuzuführen – eine Überdosierung sei dabei ausgeschlossen, erklärte Kontny. „Es ist eine enorme Entlastung, wenn die Patienten zum Geben von Schmerzmittel nicht ans Bett gebunden sind.“

Acht neue Geräte seien nun vorhanden und könnten aufgrund der jetzt ausreichenden Anzahl auch mit nach Hause genommen werden, erläuterte der leitende Arzt. „Die Behandlung“, so Kontny, „hat natürlich ihren Preis.“ Die Krankheit und die Behandlung ginge mit Schmerzen, dem Verlust sozialer Kontakte und einer langen Zeit von Krankenhausbesuchen und langwieriger Therapien einher. „Da zählt jede noch so kleine Unterstützung“, sagte Kontny.

Rund 35 Neuerkrankungen hätte die Kinderonkologie des Uniklinikums jährlich zu verzeichnen – der Großteil der Patienten erkranke an Leukämie. „Die Heilungschancen sehen dabei sehr gut aus“, erklärte Kontny. Durchschnittlich acht von zehn Kindern könnten geheilt werden.

Dank der Forschung

Das ist nicht zuletzt der Forschung des Uniklinikums zu verdanken. Im Forschungsverbund mit den Unikliniken Köln, Düsseldorf und Bonn gehört die Aachener Klinik seit einigen Jahren zu einem der deutschen Spitzenzentren für Krebsforschung. Dr. Stefan Uhlig, Dekan der medizinischen Fakultät der RWTH, nahm nun die neuen Forschungsgeräte entgegen – sogenannte Flowzytometer. „Die Flowzytometer erleichtern die schnelle und präzise Zellanalyse“, erläuterte Uhlig.

Förderkreis hilft

Die Klinik sei für die kontinuierliche Unterstützung durch den Förderkreis ausgesprochen dankbar. Seit nunmehr 36 Jahren hilft der Förderverein. Erst 2015 erfreute er die Kinderonkologie durch den Bau eines kinderfreundlichen Dachgartens. Der Verein finanziere sich dabei ausschließlich aus Spenden, erklärte die stellvertretende Vorsitzende Susanne Göschel. „Ob es sich um eine kleine oder große Spende, um eine Privatperson oder ein Unternehmen handelt, ist für uns nicht entscheidend“, erläuterte Göschel. Es gehe um die gute Absicht. „Jede Spende“, so Göschel, „hilft uns weiter – und damit den Kindern.“

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