Uniklinik Aachen verfügt jetzt über Spezialbett für Zwillinge

Bett für frühgeborene Zwillinge : In Aachen ist dieses Bett einzigartig

Der Förderkreis Schwerkranke Kinder hat für die Frühgeborenenstation am Uniklinikum Aachen ein spezielles Wärmebettchen für frühgeborene Zwillinge finanziert.

„Für Zwillinge ist die Nähe zueinander wichtig. Ist das Gewicht der beiden Babys verschieden, gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, was die Temperatur angeht. Mit dem neuen Babybett kann die Temperatur individuell geregelt werden“, freut sich Angela Kerz. Sie ist Stationsleiterin der Frühgeborenenstation am Uniklinikum Aachen. Ein spezielles Wärmebettchen für frühgeborene Zwillinge im Wert von 10.000 Euro konnte jetzt durch die Unterstützung vom Förderkreis Schwerkranke Kinder angeschafft werden.

„Es ist in Aachen bislang einzigartig im Einsatz und wird bereits seit ein paar Monaten sehr erfolgreich genutzt“, erklärt Kerz weiter. Das Babybett funktioniere nach dem Prinzip der unterschiedlichen Beheizung von Sitzen im Auto: Es verfügt über zwei Kammern, die mit warmen Wasser unterschiedlich beheizt werden können.

Frühchen unter 1500 Gramm

„Wir betreuen pro Jahr rund 80 Frühchen unter 1500 Gramm und haben darunter vergleichsweise viele Zwillings- und Mehrlingsgeburten, die zum Beispiel eine Folge von künstlicher Befruchtung an der Uniklinik sind“, erklärt Professor Thorsten Orlikowsky, Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin. Eltern von Zwillingen oder Drillingen kämen gerne an die Uniklinik, da hier die beste Versorgung möglich sei.

Dr. Stefan Schäfer und Elke Henche vom Vorstand des Förderkreises Schwerkranke Kinder in der Region Aachen haben sich jetzt vor Ort ein Bild vom gewinnbringenden Einsatz der hochmodernen Anschaffung gemacht. „Wir als Förderkreis sind dem Klinikum eng verbunden und unterstützen die Kinder- und Jugendmedizin gerne. Unser Verein hat sich einst aus Klinikumsangehörigen gegründet“, erklärt Dr. Stefan Schäfer. Anschaffungen wie das Zwillingsbettchen werden allein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. „Neben Zuwendungen für solch moderne Technik widmen wir uns auch der Unterstützung der Forschung“, betont Schäfer.

www.fsk-aachen.de

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