Unicef würdigt Engagement von Aachener Schülern und Schülerinnen

Auszeichnung für die Schule Aretzstraße : Kooperation steht auf starken Füßen

Unicef-Auszeichnung für die Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße: Seit 2013 gibt es eine Kooperation zwischen der Schule und der Hilfsorganisation – jetzt folgte die Würdigung.

Inzwischen seien die Schüler und Schülerinnen der Schule Aretzstraße „richtige Kinderrechte-Experten“, betont Christiane Raumanns, Leiterin der Unicef-Gruppe in Aachen. Denn seit 2013 stehen Unicef und die GHS in ständigem Austausch, jährlich veranstaltet die Schule zig Aktionen, um über die globalen Kinderrechte aufzuklären. Als erste Schule der Städteregion wurde die Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße nun mit dem Siegel „Schule aktiv für Unicef“ ausgezeichnet.

Generell zählt die Aachener Hauptschule damit zu den 28 Schulen mit einem solchen Siegel – in ganz Deutschland.

„Seit fünf Jahren engagiert Ihr euch sehr stark“, spricht Raumanns zu den Schülerinnen und Schülern.

Die Kooperation begann mit einer von der Schülerschaft initiierten Spendenaktion für die Unicef-Nothilfe auf den Philippinen. Es folgten mehrere Spendenläufe, ein Informationstag und die Gründung eines Juniorteams, das durch die Aachener Unicef-Hochschulgruppe betreut wird. Einmal im Monat seien die Studierenden in der Aretzstraße zu Besuch, erklärt der Lehrer Bernd-Ulrich Groß, der sich damals für die Kooperation eingesetzt hatte.

Die Hauptschule sei ohnehin eine „ganz besondere Schule“, sagt Raumanns. „Denn ich war vorher noch nie in einer Schule, in der 50 Nationen vertreten sind.“ An der Aretzstraße wird Internationalität großgeschrieben. Neben 17 Regelklassen gibt es dort auch vier internationale Klassen. Das Schulleben sei ein herausragendes Beispiel gelungener Integration, meint die Unicef-Sprecherin.

Und auch am Tag der Kinderrechte waren die Jungen und Mädchen der GHS Aretzstraße wieder fleißig. Aufgeteilt in Gruppen malten sie eins der vielen Kinderrechte auf Plakate, zum Beispiel den Schutz vor Krieg oder das Recht auf Bildung sowie Nichtdiskriminierung. Das Besondere: Auch Personen der benachbarten Seniorenresidenz „bona fide“ nahmen an dem Projekt teil.

Drei Jahre lang gilt das Siegel – und mit ihm auch einige Verpflichtungen.

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