Aachen: Uni-Cup: Viel Farbe, viel Spaß und viel Eishockey

Aachen: Uni-Cup: Viel Farbe, viel Spaß und viel Eishockey

Wenn schon im Bus zur Party lauthals „Humba Täterä“ gesungen wird und sich wild kostümierte Studierende auf den Weg zur Eissporthalle in der Soers machen, kann das nur eins bedeuten: Der Abend des Eishockey-Uni-Cups steht an.

Bereits zum 29. Mal wird er ausgetragen. Diesmal spielen die Mannschaften der Fachschaften Elektrotechnik, Maschinenbau und Medizin um die heiß begehrte Trophäe vor rund 3000 Zuschauer in der Eissporthalle an der Krefelder Straße.

Auf dem Eis gibt es auch viel zu sehen, weil die Studierenden hochmotiviert in die Spiele gehen. Foto: Ralf Roeger

„Es ist das Ereignis des Sportes“, sagt RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg. Eine solche Stimmung sei einzigartig, und ein vergleichbares Event sei an den Hochschulen bundesweit nicht zu finden. Peter Lynen, Leiter des ausrichtenden Hochschulsportzentrums (HSZ), weiß, wie wichtig sowohl der Eishockey-Cup als auch die anderen sportlichen Events des HSZ für die Studierenden sind: „Sie schaffen Identität und Integrität.“ Sport sei die beste Möglichkeit, sich an der Hochschule einzufinden und fächerübergreifend Kontakte zu knüpfen. „Heute Abend ist die Hochschule eine emotionale, nahe Hochschule. Die Gelegenheit, den Rektor so nah bei den Studierenden zu erleben, gibt es sonst nicht“, fügt Lynen hinzu.

Denn Schmachtenberg mischt sich nicht nur unter die Zuschauer des Uni-Cups, in diesem Jahr ist er sogar Teil der traditionellen Cheerleading-Show im Team der Elektrotechniker. Als Sheriff verkleidet schließt er sich den Jungs und Mädels der ET-Lions an und bringt mit gekonnten Tanzschritten das Publikum zum Jubeln. „Das haben wir eben spontan auf dem Flur geübt“, erklärt Laura Witzenhausen aus der Fachschaft Elektrotechnik mit einem Augenzwinkern — wie viel Arbeit wirklich hinter dem Auftritt des Rektors stand, bleibt ein Geheimnis.

Die Auftritte der Cheerleader mit kreativen Kostümen, deren Ausarbeitung bereits im Sommer begann, dienen nur einem Zweck: „Wie machen das für unsere Fans. Sie sollen stolz auf uns sein“, betont Witzenhausen. Und das dürfen sie: Der Preis für die beste Cheerleading-Performance geht an sie mit ihrem Team. Der Erfolg wird nach der Verkündung bei der Aftershowparty im „Starfish“ gehen 1 Uhr nachts gebührend gefeiert.

Guter Zweck

Auch die Fachschaft Maschinenbau feiert ihren Sieg auf dem Eis. Die Aachen Steelers können ihren Titel verteidigen und sich die begehrte Trophäe erneut sichern. Zwischendurch liegen die Mediziner vorne, und nach den einzelnen Begegnungen kommt es auch immer wieder zu Unentschieden, doch im letzten Spiel sichern sich die Maschinenbauer einen Zwei-Punkte-Vorsprung und beenden das Turnier schließlich als Erstplatzierte.

Doch neben dem Spaß und den sportlichen Leistungen steht der Eishockey Uni-Cup auch stets für einen guten Zweck. Durch Sponsoring, beispielsweise von ThyssenKrupp und der Aseag, ist es in jedem Jahr möglich, zwei wohltätige Organisationen zu unterstützen. Ein Teil der Einkünfte geht in diesem Jahr zum zehnten Mal an „Right to Play“, das Kindern in Tansania den Weg zum gemeinsamen Spielen ermöglicht.

Zudem unterstützt der Uni-Cup 2016 den Sozialverein Wabe, der mit dem Geld wohnungslosen Frauen in Aachen kleine persönliche Wünsche erfüllen möchte.

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