Aachen: Uni-Cup: Mediziner holen sich Pott von Maschinenbauern zurück

Aachen: Uni-Cup: Mediziner holen sich Pott von Maschinenbauern zurück

Eishockey spielen macht Spaß. Das war den Teilnehmern des 27. Eishockey Uni-Cups um die „ThyssenKrupp-Trophy“ deutlich anzumerken. Mit Feuereifer waren sie bei der Sache, ob es nun die Eishockeyspieler und -spielerinnen waren oder die weiblichen und männlichen Cheerleader, die sich mächtig ins Zeug warfen. Alle wollten auf dem glatten, kaltem Eis punkten.

Daneben sorgten die mehr als 2500 Zuschauer am Spielfeldrand der Aachener Eissporthalle mit lauten Fan-Gesängen, stürmischem Beifall und riesigen Plakaten für eine einmalige Atmosphäre. Auch dieses Jahr übernahm das Hochschulsportzentrum (HSZ) der RWTH die Organisation des spannenden Kulttuniers. „Der Uni-Cup steht für Emotionalität, Teamgeist und Identität mit der Hochschule“, sagte HSZ-Leiter Peter Lynen.

Ungewöhnliches Outfit: Trotz lustiger Verkleidungen kam der sportliche Ehrgeiz beim Kampf um die ThyssenKrupp-Trophy nicht zu kurz und zwang die Teilnehmer schon mal in die Knie (oben). In den Pausen sorgten Cheerleader in der Eissporthalle für Stimmung. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Ausgefallene Kostüme

Eingeleitet wurde das sportliche Ereignis mit einem Spiel der Eishockeymannschaft der RWTH/FH „Aachen Ice Emperors“ gegen die Hochschulmannschaft der TU München, welches die Öcher mit 7:5-Toren für sich entscheiden konnten.

Mit einer spektakulären Vorstellung der teilnehmenden Teams startete schließlich der Uni-Cup. Hier gaben sich die Frauen-, Männer- und Professoren-Teams der Fachschaften Maschinenbau (Aachen Steelers) — übrigen Titelverteidiger —, Elektrotechnik (ET-Lions) und Medizin (Medical Strikers) die Ehre und kämpften auf dem Eis um die „ThyssenKrupp-Trophy“. Natürlich stand der Spaß am Spektakel im Vordergrund. So wurde auch nicht im normalen Eishockey-Dress gespielt, sondern in bunten und ausgefallenen Kostümen. Zudem hatte keiner der Akteure Eishockey-Erfahrung, an sportlichem Ehrgeiz und Spielkunst fehlte es trotzdem nicht. Unter Anleitung der Aachener Eishockeymannschaft hatten sich die Spieler lediglich mit Schläger und Puck vertraut gemacht.

Für wohltätige Zwecke

Der jährliche Eishockey Uni-Cup ist jedoch keine reine Party- und Spaßveranstaltung. Der Erlös kommt stets wohltätigen Zwecken zugute. So freute sich „Right to Play“ über 1500 Euro. Die Organisation hilft Kindern, die von Krieg, Krankheit und Armut bedroht sind, einen Zugang zum Sport zu finden. Ebenfalls 1500 Euro nahm Stefan Küpper als Leiter des Zentrums für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe „Maria im Tann“ für die Einrichtung entgegen.

Die Veranstalter bedankten sich bei den Sponsoren Stawag, ThyssenKrupp und Aseag. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung wären Spenden in dieser Höhe nicht möglich.

Nach dem Kampf auf dem Eis ging es in der Diskothek „Starfish“ weiter. Hier wurden bei Partymusik mitten in der Nacht die Sieger gekürt und gebührend gefeiert. Nachdem die Mediziner im Vorjahr den Titel an die Maschinenbauer abtreten musste, holten sie ihn sich dieses Jahr mit 20 Punkten wieder zurück und nahmen unter großem Jubel die „ThyssenKrupp-Trophy“ in Empfang. Den zweiten Platz sicherte sich die Maschinenbauer mit 19 Punkten vor den E-Technikern mit acht Punkten.

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