Aachen: Unfall auf dem Berliner Ring rückt das Risiko erneut in den Fokus

Aachen : Unfall auf dem Berliner Ring rückt das Risiko erneut in den Fokus

Zwei Menschen wurden verletzt, einer sogar schwer. Die Trümmer der Fahrzeuge lagen mehr als 100 Meter weit verstreut. Der schwere Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring vom vergangenen Freitag dürfte erneut die Diskussion anheizen, ob der vielbefahrene Ring sicherer gemacht werden muss.

Auf der vierspurigen Straße mit Tempo 70 gibt es zwischen den Einmündungen Von-Coels-Straße und Charlottenburger Allee keine Mittelleitplanke.

Bei dem Unfall am Freitagabend war nach Polizeiangaben ein 23-jähriger Autofahrer aus Aachen mit seinem Pkw in den Gegenverkehr geraten und dort mit einem Lkw kollidiert. Der Lkw-Fahrer, ein 67-Jähriger ebenfalls aus Aachen, wurde leicht verletzt. Beide Unfallopfer wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Aufprall war derart heftig, dass umherfliegende Trümmerteile auch noch einen weiteren Pkw trafen.

Das Thema Sicherheit auf dem Berliner Ring wird immer wieder diskutiert. Das war auch so, nachdem es am 28. Februar dieses Jahres einen heftigen Verkehrsunfall mit vier Schwerverletzten gegeben hatte. Auch damals war ein Auto in den Gegenverkehr geraten und dort mit zwei entgegenkommenden Wagen kollidiert. Es war bereits der zweite schwere Unfall an der Stelle innerhalb von wenigen Wochen.

Damals stellte sich für Polizei und Verkehrsplaner die Frage, ob Umbauten nötig seien, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Experten der Polizei und ein Sachverständiger nahmen die Unfallstelle genau unter die Lupe.

Unfallkommission tagt

Wie die Polizei jetzt auf Anfrage weiter mitteilt, gab es auf diesem Abschnitt des Berliner Rings im Jahr 2017 sieben Verkehrsunfälle mit insgesamt acht Verletzten. Grundlegende Probleme auf den Aachener Straßen werden regelmäßig in der Unfallkommission diskutiert und entschieden. Die Kommission tagt alle drei Monate, die nächste Sitzung ist nach Angaben des städtischen Presseamts für September terminiert. Alle zwei Wochen gibt es dagegen eine Verkehrsbesprechung zu aktuellen Verkehrsfragen.

Hier ist der nächste Termin am Donnerstag. Und da könnte auch der Berliner Ring ein Thema sein, wie Harald Beckers vom Presseamt erklärt. Mitglied in Unfallkommission und Verkehrsbesprechung sind die städtische Verkehrsbehörde, der Straßenbaulastträger und die Polizei. In der Regel sitzen auch die städtischen Verkehrsplaner und die Aseag mit am Tisch. An den Sitzungen der Unfallkommission nimmt außerdem immer auch ein Vertreter der Bezirksregierung teil.

Nach dem schweren Unfall im Frühjahr sei durchaus etwas geschehen, sagt Harald Beckers. „Die gesamte Markierung ist damals erneuert worden. Auch die Mittelmarkierung wurde deutlich verbessert.“

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