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Eilendorf: Umbau des Eilendorfer Bezirksamts abgeschlossen

Eilendorf : Umbau des Eilendorfer Bezirksamts abgeschlossen

Gleich zwei Anlässe hat es für Oberbürgermeister Marcel Philipp gegeben, sich im Bezirksamt Aachen-Eilendorf umzusehen: Einmal war es das nun insgesamt fertiggestellte Haus am Heinrich-Thomas-Platz, in dessen Erdgeschoss das Bezirksamt seinen Sitz hat. Grund war aber auch das erste Biometrie-Terminal in einem Bezirksamt, das nun in Eilendorf in Betrieb genommen wurde.

Selbst wenn es im letzten Bauabschnitt zu einigen Verzögerungen gekommen war, ist der Umbau des Bezirksamtes schnell umgesetzt worden. Erst 2012 gab es in der Eilendorfer Zukunftswerkstatt Überlegungen zur Umgestaltung des Gebäudes zu einem bürgerfreundlichen und barrierefreien Servicezentrum. Bereits Mitte 2014 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, und nach nur einem Jahr wurde im Juni 2015 der neu gestaltete Bürgerservice im Erdgeschoss des Gebäudes am Heinrich-Thomas-Platz in Betrieb genommen.

Anderthalb Jahre später ist nun der Umbau abgeschlossen. Im Rahmen der gut 1,1 Millionen Euro teuren Maßnahme blieb sinnbildlich kein Stein auf dem anderen. Neben dem eigentlichen Umbau wurde nämlich die komplette Haustechnik herausgerissen und erneuert, angefangen von der Heizungsanlage über die Sanitärinstallation bis hin zu einer neuen EDV-Verkabelung. Mit dem Umbau einher gingen eine Sanierung der maroden Fassade und eine „energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle“ sowie die Montage einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Bürgernahe Verwaltung

Oberbürgermeister Marcel Philipp betonte, dass eine bürgernahe Verwaltung erklärtes Ziel der Stadt sei. Dazu investiere man in den direkten Kontakt zum Bürger in den Bezirksämtern. Es gelte, überall generelle Standards der Verwaltung zu schaffen mit dem Ziel, „Prozesse schlanker machen, den Service zu verbessern und Kosten zu verringern“. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler zeigte sich stolz, dass der von dem Eilendorfer Architekten Lothar Nenno geplante Umbau so schnell umgesetzt worden sei und das neue Haus bei den Bürgern so gut ankomme.

Bezirksamtsleiter Martin Freude konnte berichten, dass er und seine Mitarbeiter gut im neuen Bezirksamt angekommen seien. Ein wichtiger Aspekt des Bürgerservice sei die Servicetheke, an der die Bürger unmittelbar in Empfang genommen würden. Die Besucherzahlen seien gestiegen, und man höre immer wieder von Bürgern, die nicht aus Eilendorf sind, dass man wohl nicht zum letzten Mal beim dortigen Bürgerservice gewesen sei.

Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt, bedankte er sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtes, dass diese die mit dem Umbau verbundenen Belästigungen wie Lärm und Staub mit großer Geduld ertragen und den Verwaltungsbetrieb die ganze Zeit über aufrecht erhalten hätten.

Ab sofort können die Eilendorfer in ihrem Bezirksamt auch das Biometrie-Terminal nutzen. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Self-Service-Terminal, das von der Bundesdruckerei installiert wurde. Mit Hilfe dieses Terminals können die Bürgerinnen und Bürger die für Reisepass, Personalausweis oder Führerschein erforderlichen biometrischen Fotos selbst erstellen.

Wie Marcell Raschke, Leiter des Fachbereichs Bürgeramt, erläuterte, wird das Bild auf digitalem Weg zur Bearbeitung an den Bürgerservice und von dort an die Bundesdruckerei weitergeleitet. In diesem Zusammenhang hatte bereits Markus Kremer, Personaldezernent der Stadt, darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung des Angebots für die Bürger weiter entwickelt werden müsse. In den Außenbezirken hat das Terminal in Eilendorf den Anfang gemacht, zwei weitere Geräte finden sich im Bürgerservice in den Verwaltungsgebäuden am Katschhof und am Bahnhofplatz.