Brand: Umbau der Marktstraße: Landesmittel fließen nun doch

Brand: Umbau der Marktstraße: Landesmittel fließen nun doch

Ginge es nur nach der Bezirksvertretung Brand, wäre die Marktstraße schon lange saniert und umgebaut. Ausbleibende Mittel aus der Städtebauförderung des Landes sorgten jedoch für einen Stillstand, der bis heute andauert. Jetzt kommt aber wohl Bewegung in die Sache.

Daher war Regina Poth, die Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadtverwaltung, höchstpersönlich in die Bezirksvertretung gekommen, um den Brandern die gute Nachricht zu überbringen. Dabei ließ sie noch einmal die jüngste Vergangenheit in Sachen Marktstraße Revue passieren.

So habe man, als die Fördermittel des Landes ausblieben, im Jahre 2011 zunächst die Sanierung des Kanals in der Marktstraße vorgezogen und die Straße anschließend mit einer provisorischen Verschleißdecke versehen, um sie überhaupt weiter nutzen zu können.

Zwischenzeitlich habe man sogar überlegt, auf Fördermittel ganz zu verzichten und den Umbau ausschließlich durch die Stadt zu finanzieren, um einer befürchteten Kostenexplosion aufgrund der Finanzierung von Verkehrssicherungsmaßnahmen zu begegnen.

Allerdings spreche man in diesem Zusammenhang von Fördermitteln von mindestens 500 000 Euro, auf die man nicht so ohne weiteres verzichten könne. Daher sei man froh, jetzt davon ausgehen zu können, dass die zweite Förderstufe — für die eigentliche Baumaßnahme — im Herbst bewilligt werde.

Nicht erneut ausgeschrieben

Glücklicherweise handele es sich bei der Marktstraße um einen Altfall, so dass hier das neue Tariftreue- und Vergabegesetz noch nicht greife, führte Poth aus. Daher habe man die Planungsarbeiten nicht erneut ausschreiben müssen, so dass die Ausbauplanung unmittelbar beginnen könne.

Die Ausführungsbeschlüsse der zuständigen Gremien sollen im September und Oktober gefasst werden, und nach Bewilligung der Fördermittel hoffe man, noch im Dezember mit dem Umbau der Marktstraße beginnen zu können.

Überlegungen zur Anlage weiterer Parkplätze, wie sie von CDU und SPD geäußert wurden, erteilte Regina Poth eine klare Absage, weil die Marktstraße vor allem in den beiden Abschnitten von der Trierer Straße bis zum Markt und entlang des Marktes bis zur Eschenallee eine besonders hochwertige städtebauliche Gestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität erfahre und durch zusätzliche Parkplätze die Förderung durch Landesmittel insgesamt gefährdet sei.

Bei den Bezirksvertretern lösten die Ausführungen zwar keinen Freudentaumel aus — dazu hatte es in Sachen Marktstraße und Markt wohl schon zu viele Enttäuschungen gegeben — aber zu einem vorsichtigen Optimismus, dass die Marktstraße im kommenden Jahr saniert und umgebaut wird, reichte es dann doch.