Aachen: Ulla Thönnissen freut sich: „Das ist super gelaufen!“

Aachen : Ulla Thönnissen freut sich: „Das ist super gelaufen!“

Der CDU-Kreisvorsitzenden Ulla Thönnissen fiel der besagte Stein vom Herzen. Nach dem deutlichen Dämpfer bei den Vorstandswahlen im September 2015 stabilisierte sich die Landtagsabgeordnete bei der erneuten Nominierung für die Landtagswahlen im Jahr 2017.

Mit 78,9 Prozent der abgegebenen Stimmen im Wahlkreis I (Nord) landete die CDU-Politikerin ein Ergebnis, das sie freudig kommentierte: „Das ist super gelaufen!“

Souveräner Herr im Ring war selbstverständlich der erst am Wochenende bravourös in Aachen zum Spitzenkandidaten der NRW-CDU gekürte Armin Laschet. Laschet verstand es, in „seiner“ Aachener CDU bereits nach einigen wenigen Sätzen am Rednerpult in den Burtscheider Kurparkterrassen das alte Wir-Gefühl wiederherzustellen, auf das er sich früher als langjähriger Aachener Vorsitzender immer verlassen konnte.

Laschet wurde mit 91,1 Prozent der abgegebenen Stimmen erneut für den Wahlkreis II (Süd) aufgestellt, ein Ergebnis, das Zeichen setzt und ihn auf seinem möglichen Weg als künftiger Ministerpräsident von NRW fraglos stützen wird.

Aus dem Wahlkreis II waren, wie Versammlungsleiter Holger Brantin bestätigte, 45 wahlberechtigte Delegierte anwesend, einer war im Laufe des Abends abhanden gekommen, die Wahlzettel waren an 46 Personen ausgegeben worden. 41 hatten sodann im Wahlgang für Laschet gestimmt, vier gegen ihn. Im Bereich des Wahlkreises I waren 38 Delegierte stimmberechtigt, von ihnen votierten 30 für Ulla Thönnissen, acht stimmten gegen die Kreisvorsitzende.

In ihrer kämpferischen Bewerbungsrede für das Mandat im Landtag schlug Thönnissen von vorne herein Siegestöne an: „Wir wollen natürlich diese Wahl im Mai 2017 gewinnen“, bekräftigte sie und fügte mit Blick auf den Landesvorsitzenden hinzu: „Armin hat eine tolle Rede am Wochenende gehalten. Und wir wollen, dass er der nächste Ministerpräsident unseres Landes ist!“ Da war starker Beifall sicher, Laschet ist zweifellos das Pfund, mit dem die Aachener CDU in Düsseldorf wuchern kann.

Thönnissens Rede stellte auf die Versäumnisse der rot-grünen Landesregierung ab, man wolle dringend Schluss damit machen, „ewig als Schlusslicht der Länder“ zu gelten. Die Unternehmerin bekundete, dass sie seit Ende letzten Jahres die Leitung ihres Unternehmens abgegeben habe, „um sich jetzt mit ganzer Kraft“ der Aufgabe Landtag zu widmen.

Laschet erinnerte an den für die Aachener CDU deprimierenden Ausgang der Landtagswahl im Mai 2012, als es nur für 25 Prozent der Zweitstimmen für ihn reichte. Da habe am Wahlabend im Rathaus Ratsherr Klaus-Dieter Jacoby bereits prophezeit, dass er, Laschet, beim nächsten Mal aussichtsreich um das Amt des Ministerpräsidenten kämpfen werde — und das wolle er jetzt dringend tun, um endlich mit NRW „weg von den Schlusslichtplätzen“ zu kommen.

Als Delegierten gewählt für die Landesvertreterversammlung im November 2016: Armin Laschet, Sabine Verheyen, Ulla Thönnissen; ihre Vertreter sind Rudolph Henke, Holger Brantin und Wolfgang Königs.

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