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Deutsch-belgische Geschichte: Übergang Köpfchen nach dem Versailler Vertrag

Deutsch-belgische Geschichte : Übergang Köpfchen nach dem Versailler Vertrag

100 Jahre alt ist der Grenzübergang Köpfchen, der auf Grundlage des Versailler Vertrags eingerichtet wurde. Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg wurden Aachen, Eupen und Malmedy im Dezember 1918 von alliierten Truppen besetzt.

1919 regelte der Friedensvertrag von Versailles, dass die Kreise Eupen und Malmedy vom Deutschen Reich an Belgien abgetreten werden sollten.

Der neue Quellenband des Aachener Stadtarchivs, der aktuell in einem Kooperationsprojekt mit dem Staatsarchiv in Eupen entstanden ist, beschreibt diesen von politischen Spannungen, sozialen Krisen, alltäglichen Problemen und pragmatischen Arrangements begleiteten Prozess in einer wissenschaftlichen Einleitung und anhand von historischen Quellen aus beiden Archiven. Die Spannbreite der Quellen reicht dabei von Anordnungen des belgischen Gouverneurs über die neuen belgischen Gebiete, über Berichte aus der Grenzfestsetzungskommission bis hin zu Weideanmeldungen von Landwirten, die ihr Vieh auf Wiesen grasen lassen wollten, die nun plötzlich nicht mehr auf dem Gebiet eines anderen Kreises, sondern in einem anderen Staat lagen.

(red)