Aachen: Trockenschrank mit Chemikalien kokelt

Aachen: Trockenschrank mit Chemikalien kokelt

Zum RWTH-Sammelbau für Biologie am Worringerweg musste die Feuerwehr am frühen Dienstagabend ausrücken. Über die automatische Brandmeldeanlage waren die Einsatzkräfte alarmiert worden. In einem Laborraum hatte sich Rauch entwickelt.

Nach Angaben der Feuerwehr ging aus entsprechenden Unterlagen hervor, dass in dem betroffenen Trakt unter anderem mit radioaktiven Substanzen gearbeitet wird. Daher galten höchste Sicherheitsvorkehrungen.

Die Einsatzkräfte rückten vorsichtshalber in voller Sicherheitsausrüstung und mit Gasmasken an. Das Gebäude, in dem noch zahlreiche Studenten emsig lernten, wurde geräumt.

Die Einsatzkräfte führten sofort Messungen durch. Radioaktivität konnte jedoch nicht festgestellt werden. „Die Werte waren immer auf Null”, betont Einsatzleiter Frank Thelen.

Chemikalien gelagert

Wie die Feuerwehr berichtet, hatte in dem Labor aufgrund eines technischen Defekts ein Schrank, in dem Chemikalien getrocknet werden, zu kokeln begonnen. Die Feuerwehrleute entfernten den schmorenden Trockenschrank aus dem Gebäude.

Bei dem Brand entstand nur geringer Schaden. Schon am Abend konnten die Studenten in dem Gebäude ihrer Arbeit weiter nachgehen. Auch heute soll der Hochschulbetrieb normal weiterlaufen. Nur in dem betroffenen Flur und im Laborraum wird die Arbeit durch den Rauchgeruch eingeschränkt sein.