Aachen: Tom I. wird neuer Karnevalsprinz des AKV

Aachen : Tom I. wird neuer Karnevalsprinz des AKV

Aus Thomas Müller wird Tom I. Der 54-Jährige wird am 5. Januar 2019 als Nachfolger von Mike I. (Foellmer) zum nächsten Aachener Karnevalsprinzen proklamiert. Das gab der Aachener Karnevalsverein (AKV) am Donnerstag pünktlich um 11.11 Uhr am Dreiländereck bekannt.

Die Uhrzeit ist jeck, der Ort international. und beides passt zum designierten Prinzen. Denn der Selbstständige aus der Immobilienbranche hat sich ein europäisches Motto gegeben: „Als Öcher Europäer fier ich jeär övverall, mär nüüß es för mich schönner wie Öcher Karneval“, lautet es. „Wir sind nicht mehr Deutschland“, begründet Thomas Müller, „wir leben alle in Europa.“ Aber dennoch habe jede Stadt ihre Besonderheiten, und in Aachen sei das eben der Karneval und die Lage. „Aachen liegt nicht nur geografisch im Mittelpunkt Europas, hier schlägt auch das Herz des Karnevals.“

Im Aachener Osten aufgewachsen

Wie schon seine Vorgänger engagiert sich auch Tom I. (Müller) während seiner Session für soziale Zwecke. Neben der Sammlung Crous möchte er mit dem Verkauf von Prinzen-Pins, Benefizorden und der Prinzen-CD Geld für Grundschulen sammeln, die sich um die Inklusion von Kindern mit Behinderung verdient machen. Darauf habe ihn seine Lebensgefährtin Constanze Beil gebracht, die Leiterin einer Grundschule in Alsdorf ist, wo der Öcher Jong, der im Aachener Osten aufgewachsen ist, seit einem Jahr lebt.

„Thomas Müller hat sich mit Europa ein durchaus politisches Motto gegeben, das hochaktuell ist“, begründet AKV-Präsident Werner Pfeil die Entscheidung des AKV zugunsten des 54-Jährigen, „ebenso wie mit seinem sozialen Engagement für die Inklusion in Grundschulen.“ Insgesamt habe es vier Bewerbungen für die Rolle des nächsten Aachener Karnevalsprinzen gegeben, sagt Pfeil, die von Thomas Müller kam als letzte erst im März dazu. Und die habe den AKV dann überzeugt.

Der designierte Prinz hat bereits karnevalistische Erfahrung als Rittmeister im Hofstaat von Prinz Thomas I. (Ebert) im Jahr 2009. „Und schon damals habe ich den Wunsch gehabt, einmal Prinz zu sein“, verrät Thomas Müller. Dieser Wunsch sei dann in den letzten Jahren stetig gewachsen. „Und diesmal hat halt alles gepasst“, sagt er, die Zeit, die Unterstützung der Familie und der entscheidende Hinweis seines künftigen Rittmeisters Heinz Roßkamp, der als aktiver Prinzengardist im März erfahren hatte, dass die Entscheidung für den nächsten Karnevalsprinzen noch nicht gefallen sei und der von dem Interesse Müllers an dieser Rolle wusste.

„Und so kam es zu dieser spontanen Bewerbung“, sagt Müller, der nun alle Hände voll zu tun hat: Sponsorensuche, Musikproduktion, Internetauftritt, Programmgestaltung stehen an. Ihm gehe es aber nicht darum „alles besser zu machen“ als seine Vorgänger, sagt er, denn: „Jeder Jeck ist anders, und so ist auch jeder Prinz anders.“ Immerhin: Neben Logo, Motto und sozialem Zweck stehen auch schon acht Hofstaatsmitglieder fest. „Drei Plätze sind noch frei. Wer also Zeit und Lust hat, der kann sich ja mal mit mir unterhalten“, sagt der designierte Prinz lachend.

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