Aachen: Tivoli-Weihnachtssingen: 17 Türchen bis zum Gesang im Kerzenschein

Aachen : Tivoli-Weihnachtssingen: 17 Türchen bis zum Gesang im Kerzenschein

Um die Zeit bis zum fünften Weihnachtssingen auf dem Tivoli zu verkürzen, sollen ab dem 1. Dezember Türchen eines digitalen Adventskalenders geöffnet werden. Allerdings nicht 24, sondern nur 17. Denn am dritten Adventssonntag folgt ja schon „das große Highlight“, wenn es nach Christoph Scheller von der Fachhochschule Aachen geht, nämlich das Singen selbst.

Scheller ist gemeinsam mit seinen Studenten erneut für die Werbung und Vermarktung des Events verantwortlich, das die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und die Alemannia Fan-IG veranstalten, und er verspricht „jeden Tag eine neue Meldung“. Darunter Einblicke in die Vorbereitungen und Proben, Wettbewerbe und Kartenverlosungen. Auch die Alemannia Aachen wird eines der Türchen bespielen. Womit genau, das werde aber noch nicht verraten. Einzusehen ist alles online ( siehe Webhinweis).

Doch die wahre Mammutaufgabe steht den Veranstaltern erst noch bevor. Denn wenn am 17. Dezember die Tore geöffnet werden und die ersten Besucher eintreten dürfen, haben sich viele andere die Nacht zuvor um die Ohren geschlagen. Schließlich läuft die Alemannia am 16. Dezember zum letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den FC Viktoria Köln auf. Gleich danach muss alles schleunigst ab-, auf- und umgebaut werden. Daher kann in diesem Jahr ein Eintritt vor 16.30 Uhr nicht gewährt werden.

„Mit steigender Besucherzahl steigen auch die organisatorischen Aufgaben“, sagt Kristina Wulf, Geschäftsführerin des Eurogress, die mit ihrem Team unter anderem Technik, Aufbau, Sicherheitsmaßnahmen und die Reinigung stemmt. „Das ist eine große Herausforderung für uns alle.“ Schließlich wurden bereits 10.000 Plätze reserviert. Und das, obwohl nun pro Sitzplatz fünf Euro und pro Stehplatz drei Euro gezahlt werden müssen.

Es ist das erste Jahr, in dem es keine freien Tickets gibt. Das wurde geändert, um mehr Sicherheit und einen ruhigeren Einlass zu garantieren. Und die Reaktionen darauf sind laut Mertens „mal so, mal so“, aber zum größten Teil positiv. Insgesamt schlägt die Veranstaltung, bei der nun 16 Lieder mitgesungen werden können, in diesem Jahr mit 120.000 Euro zu Buche, etwa 30.000 mehr als in den Vorjahren.

Allein die größere Bühne, die erstmals in der Mitte des Feldes aufgebaut wird, kostet 10.000 Euro mehr als bislang. Die Kosten für die gesamte Technik belaufen sich auf etwa 52.000 Euro. Und die Tickets, so betonen die Veranstalter, decken diese Kosten nicht. Aber darum gehe es auch nicht. „An dieser Veranstaltung verdient niemand etwas. Wir wollen nur die Kosten so gut wie möglich decken“, sagt Gerd Mertens, Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Aachen.

Alle Interpreten und Chöre treten daher ohne Gage auf. Zudem arbeiten viele Menschen ehrenamtlich an dem Projekt. Insgesamt werden wohl rund 1000 Kräfte dafür sorgen, dass an diesem Abend alles rund läuft.

Im vergangenen Jahr waren rund 20.000 Besucher beim Weihnachtssingen. In diesem Jahr will man diese Zahl noch toppen.