Aachen: Tivoli: Schleusen bei Heimspielen bleiben

Aachen: Tivoli: Schleusen bei Heimspielen bleiben

Rund um den neuen Tivoli gibt es einen wichtigen Beschluss, denn der Mobilitätsausschusses einstimmig verabschiedet hat: Das vor knapp einem Jahr in Gang gesetzte Pilotprojekt „Anwohnerschutzkonzept Tivoli” hat sich bewährt und wird nun auf Dauer eingerichtet.

Denn der Erfahrungsbericht der Verwaltung zeigt überraschend positive Ergebnisse der anfangs umstrittenen Maßnahmen. Drei Stunden vor den Heimspielen werden die von dem Konzept erfassten Straßen überwiegend nahe dem alten Tivoli vor dem lästigen Parksuchverkehr durch Absperrungen geschützt, 15 Minuten nach dem Anpfiff wird alles wieder geräumt.

Nach etlichen Protesten wegen der Sperrungen - allerdings ebenso wegen „vergessener Bereiche” wie der Rolandstraße - scheint Ruhe eingekehrt zu sein. So führte die Verwaltung damals nach ersten Beschwerden Besucherausweise ein, jeder Anwohner kann zwei beantragen und sie an mögliche Besucher weitergeben.

Mit Absperrungen an den Seitenstraßen des Soerser Weges, in der Merowinger- wie der Karolingerstraße, der Eginhard-, Normannen- und der Alkuinstraße will man so dem erhöhten Parkdruck vor Spielbeginn in diesen Wohngegenden Einhalt gebieten. Denn bereits seit Jahren klagten die Anwohner, dass freche Parker ihnen bei Alemannia-Spielen die Blumenbete ruinieren oder die Garageneinfahrten zustellen.

Das ist nun auf Dauer vorbei, auch die Bezirksvertretung Mitte hat ihr Plazet gegeben. Die Verwaltung sieht inzwischen 4250 Euro jährlich vor „für die Betätigung der Klappbeschilderung” und das Aufstellen von Sperren durch den Aachener Stadtbetrieb.

Die vereinzelt von den Anwohner benachbarter Wohnbereiche geforderte Ausweitung des Konzepts befürwortete der Ausschuss nicht. So waren Wünsche eingetrudelt, Talbothof, Purweider Winkel, Soerser Winkel und die Rolandstraße miteinzubeziehen. Der Ausschuss folgte der Verwaltung und dehnte den Schutzbereich auch wegen der Personalkosten nicht weiter aus. Der zeitweise „erhöhte Parkdruck” rechtfertige noch nicht die Sperrung dieser Straßen, hieß es in der Stellungnahme.

Kontrollstellen

Die früher zur Überwachung des ruhenden Verkehrs eingesetzten Ordnungskräfte könnten nun verstärkt an den Straßenschleusen eingesetzt werden. Auch wenn heute noch „gelegentlich Forderungen auf Aufhebung des Anwohnerschutzkonzeptes”, so die Verwaltung, von einzelnen Verkehrsteilnehmer oder Anwohner eingingen oder sogar an den Kontrollstellen formuliert würden, sei bei einem Großteil der Bewohner „Zufriedenheit über die Regelung festzustellen”.