Aachen: Tivoli-Lauf: Mussa Hudrog war sogar schneller als die Staffeln

Aachen : Tivoli-Lauf: Mussa Hudrog war sogar schneller als die Staffeln

Schönstes Wetter herrschte am Sonntag beim „6. Aachen-Münchener Tivoli Lauf“ zwar nicht, dafür war aber die Stimmung im und um den Tivoli umso besser. Wieder hatten sich viele Laufbegeisterte zusammengefunden, um selbst zu laufen, anzufeuern und Spaß zu haben.

Vor dem Start des Halbmarathons herrschte eine lockere, fröhliche Stimmung. Trotz des trüben Wetters waren alle gut gelaunt und wegen der diesjährigen Tivoli-Lauf T-Shirts in Neongelb auch nicht zu übersehen.

Unter großem Jubel ging es los auf die Strecke durch Soers und Paulinenwäldchen, die drei Mal bewältigt werden musste — entweder allein oder in der Staffel. Zwischen den Runden ging es immer durch den Tivoli, in dem die Läufer sich selbst auf den Videoleinwänden sehen konnten.

Das sei ein besonderes Highlight, erzählt Organisator Rüdiger Coerdt. Gerade für Hobbyläufer beim rund fünf Kilometer langen Jedermannlauf sei das ein besonderes Gefühl. „Der Tivoli-Durchlauf ist eine tolle Sache“, meint Coerdt und sieht in dieser einmaligen Atmosphäre auch den Grund für die große Zahl an Anmeldungen.

700 Voranmeldungen

Rund 700 Vormeldungen gab es bis zum Tag selbst, mit 200 Nachmeldungen rechneten Coerdt und sein Team noch. Wie in den vorherigen Jahren wurde auch dieses Mal wieder ein Euro pro Startmeldung an gemeinnützige Projekte gespendet. Dieses Jahr ging dieser Betrag an die Hospizstiftung Region Aachen, die mit dem Geld ihr Projekt „Hospiz am Iterbach“ vorantreiben möchte.

Die attraktive Strecke durch die Soers stellt ebenfalls einen besondere Herausforderung dar. Landschaftlich reizvoll und sportlich anspruchsvoll präsentiert sie eine gute Mischung für die Teilnehmer. Das bestätigen auch die ersten Läufer, die nach knapp 75 Minuten die Ziellinie überqueren. Mussa Hudrog, Einzelsieger über die 21,1 km, findet vor allem das abwechslungsreiche Terrain bemerkenswert. Es gehe immer wieder hoch und runter, „das muss man schon einschätzen können“, sagt er — sehr zufrieden über seine Leistung.

Es war für den Seriensieger der längste Lauf im ersten Halbjahrr 2015, normalerweise laufe er kürzere Strecken. Dass er letztendlich sogar schneller war als die Staffeln, die sich die Strecke teilen konnten, „das ist schon stark für mich“, resümiert er.

Vorsprung gehalten

Die erste Staffel kam jedoch kurz danach an der Sparkassentribüne vorbei ins Ziel. Schlussläufer Thomas Camminady von der ATG freute sich sehr, dass er letztendlich seinen Vorsprung halten konnte. „Der Wettkampf war heute echt gut, bis zum Schluss war es knapp“, erzählt er. Der DLC Aachen ist mit ihrem letzten Läufer Tobias Textor auf dem zweiten Platz gelandet.

Mehr von Aachener Nachrichten