Aachen: Tivoli: Gewaltbereite Fans bleiben außen vor

Aachen : Tivoli: Gewaltbereite Fans bleiben außen vor

Auffällig gewordene gewaltbereite Alemannia-Fans bleiben bis zum Saisonende außen vor. Zu den beiden restlichen Heimspielen des Drittligisten Alemannia Aachen gegen Heidenheim (Samstag um 14 Uhr) und gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart (am 11. Mai um 13.30 Uhr) erhalten die Alemannia-Supporters keinen Eintritt.

Die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Aachen hat die von der Polizei an gewaltbereite Alemannia-Fans und deren Unterstützerkreise ausgesprochenen Aufenthaltsverbote für rechtmäßig erklärt. Das Polizeigesetz erlaube, so das Verwaltungsgericht, beim Vorliegen bestimmter Tatsachen den Erlass von Aufenthaltsverboten.

Nachdem es im Dezember 2011 zu Übergriffen der Alemannia Supporters auf andere Fangruppen gekommen war, kam es beim Auswärtsspiel der Alemannia bei Preußen Münster im März 2013 zu neuen Ausschreitungen, die von einer Gruppe von 107 mit zwei Bussen angereisten sogenannter Fans ausgegangen waren. Das nahm die Polizei zum Anlass, jeden Einzelnen dieser Gruppe mit einem Platzverbot für die Alemannia-Heimspiele zu belegen.

Das Gericht führte weiter aus, auch wenn einer der Antragsteller nicht dem unmittelbaren Umfeld der Alemannia-Supporters zuzurechnen sei, reiche es aus, dass er der Gruppe angehört habe, die sich nach Münster aufgemacht habe, um gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei und gegnerischen Fans zu suchen.

Für die anderen Antragsteller, die Mitglied oder unmittelbarer Unterstützer der Supporters seien, lägen die Voraussetzungen für die Aufenthaltsverbote erst recht vor. Gegen den Beschluss steht die Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht Münster offen.

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