Aachen: Tihange-Säule jetzt auch in Eilendorf

Aachen : Tihange-Säule jetzt auch in Eilendorf

Der neue Standort ist sehr prominent: Direkt vor dem Eingang des Bezirksamtes am Heinrich-Thomas-Platz in Eilendorf steht die rote Tihange-Säule gut sichtbar. Jeder, der den Hebel betätigt, schaltet symbolisch das Kernkraftwerk im belgischen Tihange aus.

Zehn dieser Säulen haben die Initiatoren, die Künstler Lars Harmens und Rolf Jägersberg, in der Region aufgestellt. „Die Resonanz ist nach wie vor überwältigend“, sagen die beiden, „und das Ergebnis kann man nur eindeutig werten: Die Bürgerinnen und Bürger fordern unverdrossen laut, das marode Kernkraftwerk im belgischen Tihange auszuschalten.“

Die Ende 2016 in Betrieb genommene Aachener Säule bezieht nach dem Dreiländerpunkt mit Eilendorf nun ihren siebten Standort. „Ich freue mich sehr, dass wir auch den Eilendorfern die Möglichkeit geben, gegen Tihange ein Zeichen zu setzen“, sagt Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler. „Wir alle wissen, wie nah Tihange ist und welche Gefahr uns droht.“ Später soll die Säule dann in weitere Stadtbezirke umziehen.

In Eilendorf kommen bereits nach wenigen Minuten die ersten Bürger und lassen den Zähler weiter in die Höhe schnellen. Zwei Millionen Klicks gab es an allen Stationen bislang schon insgesamt. Nach wie vor schicken die Initiatoren jeden Samstag den aktuellen Stand ihrer Aktion an die Verantwortlichen in Belgien.