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Aachen: Tierschutzpreis für Aachener Taubenprojekt

Aachen : Tierschutzpreis für Aachener Taubenprojekt

Das Aachener Taubenprojekt ist mit dem nordrhein-westfälischen Tierschutzpreis ausgezeichnet worden. NRW-Umweltminister Eckard Uhlenberg überreichte den Preis, der mit einer Geldprämie von 3000 Euro verbunden ist, am Dienstag der Aachener Arbeitsgruppe Stadttauben bei einer Feierstunde in der Düsseldorfer Staatskanzlei.

Die Arbeitsgruppe Stadttauben, die bereits seit 1995 besteht und der Vertreter aus Natur- und Tierschutzverbänden sowie aus Politik und Verwaltung angehören, wurde für ihr „Aachener Taubenprojekt” ausgezeichnet, durch dessen Umsetzung nach Mitteilung des städtischen Presseamtes „eine tierschutzgerechte und ökologisch sinnvolle Bestandskontrolle erzielt werden konnte”.

Die Errichtung von mittlerweile acht Taubenschlägen, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden, ermöglicht es, die Tiere an ausgewählten Stellen in der Stadt weitestgehend zu binden, wilde Brutstätten zu verhindern und artgerecht und kontrolliert zu füttern.

Durch den Einsatz der Taubenpille und den Austausch von Gelegen besteht eine unmittelbare Eingriffsmöglichkeit, den Bestand der Stadttaubenpopulation zu kontrollieren. Auf diese Weise lassen sich auch die hygienischen Verhältnisse weitaus besser kontrollieren, da sich an den Taubenschlägen auch die Kotablagerungen konzentrieren und von hier aus unschädlich beseitigt werden können. „Seither haben die Kotbelastung im öffentlichen Bereich und die Beschwerden aus der Bevölkerung deutlich abgenommen”, teilt das Presseamt mit.